Nachdem es den gesamten Freitag nur geregnet hatte, wurde es Samstag Vormittag wieder halbwegs trocken, so dass ich endlich wieder weiterfahren konnte. Zunächst bin ich eine Weile an der Schlei entlanggefahren, wobei es sich um eine Art Fjord handelt, der 50 Kilometer ins Inland hineinragt und stellenweise auch ziemlich breit ist.
Nach einigen Kilometern war ich wieder an der Ostsee und bin weiter Richtung Flensburg geradelt. Je weiter man sich der Stadt nähert, desto hügeliger wird es und die Anstiege werden auch immer steiler. Radfahren rund um Flensburg ist auf jeden Fall deutlich anstrengender als man erwarten würde. Dazu kam noch ein ordentlicher Gegenwind.
Nachdem es am Vormittag noch sehr trüb und wolkenverhangen war, klarte es gegen Mittag auf und endlich zeigte sich die Sonne.
Einige Zeit später hatte ich die Flensburger Förde erreicht, wo für mich der Ostseeradweg endete. Letztes Jahr war ich ja bereits hier und bin dann über die dänischen Inseln weitergefahren, so dass ich nun die gesamte deutsche und dänische Strecke des Ostseeradwegs gefahren bin.
Von Flensburg aus ging es durchs Inland wieder Richtung Süden. Zum Ende des Tages war ich dann in der Nähe von Schleswig. Die Stadt liegt direkt am westlichsten Ausläufer der Schlei.
Am Tag darauf bin ich durch recht einsame Gegenden gefahren, wo man lange Zeit keinen Menschen gesehen hat. Die Strecke ist nicht spektakulär, aber wunderbar zum Radfahren. Teilweise waren die Wege recht sandig oder durch den Regen sehr matschig, aber im großen und ganzen kam man gut voran. Der einzige Nachteil in dieser Gegend ist, dass es hier kaum Campingplätze gibt und ich somit bis an die Elbe fahren musste, um wieder eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Mit 157 Kilometern war dies dann auch meine längste Tagesetappe dieser Tour.
Am nächsten Tag bin ich zunächst immer an der Elbe entlang bis Hamburg gefahren. Gerade das Stück zwischen Wedel und Hamburg fand ich sehr schön, da es hier nicht nur am Deich entlang geht. Die Strecke ist relativ abwechslungsreich und sieht völlig anders aus als das Stück davor, das mit dem Deich und unzähligen Schafen sehr an die Nordsee erinnert.
In Hamburg habe ich die Elbe wieder verlassen und bin Richtung Südwesten gefahren. Die Gegend ist recht ruhig und außer ein paar gelegentlichen Dörfern sehr spärlich besiedelt. Die meiste Zeit ging es über kleine Landstraßen, wo überhaupt kein Verkehr herrschte.
Nach einiger Zeit kam ich in Bremen an, wo diese Tour leider zu Ende ist. Da ich übermorgen wieder arbeiten muss, werde ich morgen den Zug von Bremen nach Hannover nehmen.



















