Würzburg

Vergangenen Montag bin ich zu einer zweiwöchigen Fahrradreise aufgebrochen. Dieses Mal geht es nach Süddeutschland. Zunächst bin ich den Weserradweg Richtung Süden gefahren. Da ich die Strecke zwischen Hameln und Bremerhaven dieses Jahr bereits gefahren bin, war also Hameln der Startpunkt dieser kleinen Reise. Den Weg von Hannover nach Hameln habe ich mir gespart und bin mit dem Zug dorthin gefahren. Somit begann die Tour also direkt am Radweg. Hinter Hameln beginnt bereits das Weserbergland, so dass die Landschaft größtenteils aus bewaldeten Hügeln besteht. Man sieht nur gelegentlich ein paar Felder, was eine nette Abwechslung zum nördlichen Teil des Weserradwegs ist.

    Nach einiger Zeit kam ich durch Höxter, wo es jede Menge schöne Fachwerkhäuser gab. Diese historischen Altstädte mag ich ganz besonders. Gerade in Kleinstädten sieht man diese alten Stadtkerne noch häufig.

    Der nächste Tag begann recht kühl und neblig, allerdings wurde es ab dem späten Vormittag noch schön sommerlich.

    Die Landschaft war ähnlich schön wie am Vortag und auch der Radweg ist hervorragend ausgebaut. Es ging fast ausschließlich durch die Natur, so dass man meist von Autos, Lärm, Ampeln und ähnlichem verschont blieb.

    Am frühen Nachmittag hatte ich Hannoversch Münden erreicht, wo durch den Zusammenfluss von Werra und Fulda die Weser beginnt. Die Altstadt hier war noch deutlich größer und malerischer als die in Höxter.

    Anschließend bin ich der Fulda nach Kassel gefolgt. Zunächst hatte ich noch überlegt mir den Bergpark Wilhelmshöhe anzusehen, aber der lag einerseits ein paar Kilometer abseits meiner Route oben auf dem Berg und andererseits ist er so groß, dass man sich mindestens einen halben Tag Zeit dafür nehmen sollte. Daher habe ich beschlossen weiterzufahren. Das einzig Nennenswerte, das ich in Kassel gesehen habe, war die Orangerie.

    Der Tag ging dann recht beschaulich weiter. Strecken entlang der Fulda mitten durch die Natur und wunderschöne Kleinstädte wechselten sich ab.

    Auch der gestrige Tag verlief ähnlich. Bei herrlichem Sonnenschein konnte man das Radeln in vollen Zügen genießen. Die hessischen Kleinstädte sind stets voller alter Bausubstanz und bestens gepflegt. Bis zur Stadt Fulda bin ich meist am Fluss entlanggefahren, wo der Weg trotz der bergigen Landschaft recht flach ist.

    Da hinter Fulda lange Zeit kein Campingplatz kam, war ich gestern etwas länger als sonst unterwegs. Erschwerend kam noch hinzu, dass es hinter der Stadt recht bergig wurde, aber gegen halb neun und nach 144 Kilometern hatteich dann doch ein Nachtquartier erreicht.

    Heute ging es zunächst weiter durch die Rhön, wo es teilweise zwar etwas schweißtreibend war, aber das war es wert. Es herrschte kaum Verkehr und eigentlich hat man weit und breit kaum Menschen gesehen.

    Gegen Mittag erreichte ich den Main, an dem auch ein guter Radweg entlangführt. Wie bei Flussradwegen üblich, war die Strecke ab hier wieder völlig flach. Abgesehen davon, dass ich nun in Bayern war, war eine merkliche Veränderung, dass am Ufer überall Wein angebaut wird. Dem Fluss bin ich dann bis Würzburg gefolgt.

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