Olpenitzdorf

Letzten Montag bin ich zu meiner nächsten kleinen Radtour aufgebrochen. Zunächst wollte ich nach Travemünde kommen. Da ich bereits mehrfach in dieser Richtung unterwegs war und ich die Wege bereits kenne, bin ich mit dem Zug von Hannover nach Lübeck gefahren. Von dort bin ich dann die 20 Kilometer nach Travemünde geradelt. Irgendetwas Erwähnenswertes ist dort nicht passiert, so dass meine eigentliche Radtour Dienstag begann.
Die Ostsee ist immer noch genauso schön wie ich sie in Erinnerung hatte und der Radweg war zunächst super.

Nach einiger Zeit kam ich durch Grömitz und die benachbarten Orte, wo sehr viel Tourismus herrscht und die Wege teilweise sehr voll waren. Die Natur ist aber trotzdem schön, so dass man es verschmerzen konnte den Radweg mit vielen „Standardtouristen“ teilen zu müssen. Hier findet man die typische Strandkorbidylle.

Dieses relativ überlaufene Gebiet zog sich über etwa 20 Kilometer, aber danach wurde es wieder deutlich ruhiger und man hatte wieder deutlich mehr Natur um sich herum. 

Teilweise habe ich die Küste auch verlassen und bin etwas durchs Inland gefahren. Hier ging es durch die typisch deutschen Felderlandschaften mit diversen Baumreihen und kleinen Wäldern, die mittlerweile für mich das Deutscheste überhaupt sind. Bei der Frage was typisch deutsch ist würden viele Leute mit Schweinebraten, Pünktlichkeit oder Lederhosen antworten, aber für mich ist es genau diese Mischung aus Feldern und Bäumen. 

In anderen Ländern gibt es in landwirtschaftlich genutzten Gebieten überhaupt keine Bäume oder es gibt Waldgebiete ohne Felder. Diese Baum-Feldmischung findet sich nur in Deutschland, da aber überall. Egal, ob man im Norden oder Süden, im Osten oder Westen unterwegs ist. 

Nach einiger Zeit hatte ich die Fehmarnsundbrücke erreicht, wo es auf die Insel ging. 

An der Ostküste der Insel habe ich dann direkt am Wasser übernachtet und den Sonnenuntergang genossen.

Fehmarn ist sehr naturbelassen und obwohl es zwar viele Campingplätze und Ferienwohnungen gibt, kam es mir überhaupt nicht überlaufen vor. Die Gegend rund um Grömitz war deutlich voller.

Nach einiger Zeit war ich dann um die Insel herumgefahren und war wieder auf dem Festland. Bei Heiligenhafen gab es einen großen windgeschützten See mit tollem Sandstrand, aber insgesamt gab es dort zehngeschossige Hotelbunker, was mir überhaupt nicht gefallen hat.

Danach wurde es wieder deutlich ruhiger und man konnte stundenlang fahren ohne irgendwelche Orte oder große Menschenmassen passieren zu müssen. 

Gestern wurde das Wetter dann deutlich trüber. Zunächst ging es um die Kieler Förde, wo die Sicht aber nicht besonders war. Anschließend habe ich mir die Stadt selbst angeschaut. 

Der höchste „Berg“ des Tages war dann die Brücke über den Nord-Ostseekanal. Dadurch, dass viele riesige Schiffe hier entlangfahren und die Brücke daher recht hoch ist, muss man ziemlich strampeln um nach oben zu kommen. 

Der Tag war wolkenverhangen und neblig, so dass die Sicht nicht besonders war.

Anschließend ging es noch durch Eckernförde, wo zwar auch viele Touristen unterwegs waren, aber trotzdem gab es dort eine nette Altstadt und es gab nicht nur Hotels und Ferienwohnungen, wie in den meisten Ostseebädern.

Danach bin ich weiter über diverse Landstraßen und kürzere Strecken am Strand gefahren bis ich am Campingplatz in Olpenitzdorf angekommen bin.

Gegen 18 Uhr fing es an zu regnen und es hat bislang nicht aufgehört. Daher bin ich heute auf dem Campingplatz geblieben und habe einen Regentag eingelegt. Morgen geht es dann wieder weiter.

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