Nachdem ich in Lärz den Südosten der Müritz erreicht hatte, ging es am nächsten Tag zum größten Teil um den See herum. Am Ostufer liegt auch der Nationalpark Müritz. Hier wechselten sich Waldgebiete und Wiesen ab. Bislang dachte ich immer, dass man in Nationalparks nicht in die Natur eingreift, aber dann gäbe es dort auch keine Wiesen, da die innerhalb einiger Jahre von Wald bedeckt wären. Hier ist das wohl anders.
Zunächst war auf dem Weg noch relativ wenig los, aber je näher man Waren kam, desto voller wurde es. Waren ist der Haupttourismusort an der Müritz, so dass dort einfach viele Leute unterwegs waren.
In Röbel habe ich die Müritz wieder verlassen und bin weiter nach Westen gefahren. Dies ist eine recht spärlich besiedelte Region und meist ging es über kleine, kaum befahrene Landstraßen. Zwischendurch kamen viele idyllische, kleine Seen bis ich am Abend am Plauer See ankam, der zu den größten Seen in Mecklenburg-Vorpommern gehört.
Am nächsten Tag wurde es noch einsamer. Über viele Kilometer ging es meist über einsame Landstraßen und einige wenige verschlafene Dörfer. Perfekt zum Fahrradfahren.
Am Nachmittag erreichte ich Ludwigslust, wo es wieder ein hübsches Schloss mit großem barocken Garten gab. Im Schlosspark habe ich eine längere Pause eingelegt.
Heute Morgen bin ich zunächst an dem kleinen Kanal Elde entlanggefahren bis ich bei Dömitz wieder die Elbe erreicht hatte. Für ungefähr 45 Kilometer bin ich dann dem Fluss gefolgt. Der Radweg ist super und auch wirklich schön, aber der Gegenwind hier war heute sehr heftig, so dass es ein ziemlicher Kampf war vorwärts zu kommen.
Bei Bleckede habe ich den Fluss wieder verlassen und bin nach Lüneburg gefahren, wo der mecklenburgische Seenradweg endet. Da ich erst letztes Jahr hier war und damals viel fotografiert habe, habe ich heute keine Bilder in der Stadt gemacht.
Morgen geht es dann zunächst nach Soltau und dann über den Leine-Heide-Radweg wieder nach Hause. Der Weg ist zwar nicht neu für mich, aber trotzdem der schönste Weg um von Norden aus wieder nach Garbsen zu kommen. Vermutlich bin ich dann etwa zehn Tage zu Hause bevor es dann für ein paar Tage an die Ostsee geht. Ich möchte dort das Stück des deutschen Ostseeradwegs fahren, das ich letztes Jahr nicht gesehen habe. Von Travemünde nach Flensburg.












