Potsdam

Letzten Dienstag bin ich auf eine kleine Deutschlandtour aufgebrochen, die mich größtenteils in den Osten des Landes führen wird. Zunächst bin ich nach Süden Richtung Harz gefahren. Dort war ein Fernradweg mein Ziel, der bis an die polnische Grenze geht. Von Hannover bis zu der besagten Route gibt es allerdings keine schönen Radwege, so dass ich bis dorthin meist an unspektakulären Landstraßen entlanggefahren bin. 

Nach knapp 80 Kilometern hatte ich aber den Radweg erreicht und die Fahrt wurde deutlich interessanter. Zunächst war ich im Harzvorland, aber mit jedem Kilometer wurde es bergiger und naturbelassener. Die Wege führten nun fernab von Straßen durch die Natur. Übernachtet habe ich an der Innerstetalsperre direkt am Wasser. 

Am nächsten Morgen bin ich zunächst nach Clausthal-Zellerfeld gefahren. Es ging überwiegend durch dichte Wälder am Flüsschen Innerste die Serpentinen hinauf. Die Steigung zog sich über 20 Kilometer, war aber nicht steil, so dass es nicht besonders anstrengend war.

Einige Kilometer hinter Clausthal-Zellerfeld war dann der höchste Punkt erreicht und es folgte eine ebenso lange Abfahrt bis Goslar. Von hier hatte man herrliche Ausblicke auf den Hochharz.

Goslar selbst ist ein hübsches, mittelalterliches Städtchen mit einer großen Altstadt voller Fachwerkhäuser. 

Anschließend ging es immer weiter am nördlichen Harzrand entlang. Die meiste Zeit bin ich am Berg unterwegs gewesen, wo man immer mal wieder von oben auf die Orte unterwegs schauen konnte. Ich war relativ überrascht, dass teilweise fernab von Ortschaften immer mal wieder Burgen und Schlösser auftauchten.

Am nächsten Tag bin ich zunächst nach Quedlinburg geradelt, wo es unter anderem einen Dom gibt, der bereits 1000 Jahre alt ist. Dort gab es auch eine Schatzkammer mit allerhand Artefakten aus derselben Zeit, allerdings herrschte in den Ausstellungsräumen striktes Fotografierverbot. Der Dom ist relativ schlicht und hat wenig gemein mit den prunkvollen Kathedralen späterer Jahrhunderte. 

Quedlinburg ist eine ähnlich malerische Stadt wie Goslar und besteht ebenfalls hauptsächlich aus Fachwerkhäusern. 

Danach verließ ich den Harz und bin durch weite Felderlandschaften bis Bernburg gefahren. Zunächst ging es häufig entlang der Bode bis ich schließlich die Saale erreichte.

Gestern verlief dann lange Zeit recht ereignislos, da bis auf einige kleine Dörfer keine Städte auf meinem Weg lagen. Die einzige Ausnahme war Köthen. Im Laufe des Tages erreichte ich dann die Elbe. Zwischen Dessau und Wittenberg gibt es ein wunderschönes Naturreservat, wo man über viele Kilometer durch die pure Natur fährt.

Heute gab es dann leider einen Wetterumschwung und es regnete die meiste Zeit des Tages. Von Wittenberg bin ich Richtung Norden gefahren. Zum überwiegenden Teil ging es nur durch Wälder. Ortschaften waren selten. Die Wege hier in Brandenburg sind deutlich besser als zuvor in Sachsen-Anhalt, so dass man sehr schnell vorankommt.

Inzwischen bin ich in Potsdam angekommen.  Die Stadt werde ich mir aber erst morgen Vormittag anschauen bevor es anschließend nach Berlin geht.

2 Gedanken zu “Potsdam

  1. Mein lieber Seb!
    Tolle Fotos und wie immer ein toller Reisebericht 🙂
    Ich wünsch dir viel Spaß bei deiner Deutschlandtour. Vielleicht sehen wir uns ja im Sommer am Bodensee.

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  2. Hallo lieber Sebastian!
    Schön, du wieder auf Tour…
    Wir freuen uns auf deine verfassten Eindrücke und Erlebnisse samt Fotos.
    Hab weiterhin eine unbeschwerte Reise!
    Liebe Grüße von deinen treuen Fans
    Dana&Rüdiger

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