Hannover

Von Travemünde aus bin ich zunächst nach Lübeck gefahren, was lediglich etwa 20 Kilometer waren. Als einer der wichtigsten Hansestädte gibt es auch hier eine sehr schöne Altstadt. Ich habe mir in der Stadt etwas Zeit genommen und gemütlich in der Sonne gefrühstückt und anschließend eine Rundfahrt gemacht.

Danach ging es durch ruhige Natur südwärts. Erst bin ich am recht idyllischen Ratzeburger See entlanggefahren, später meist durch Wälder bis ich in Lauenburg die Elbe überquerte.

Ganz in der Nähe habe ich dann auch auf einem Campingplatz übernachtet auf dem ich letztes Jahr schon war, als ich auf dem Elberadweg unterwegs war.

Am nächsten Morgen ging es zunächst durch diverse kleine Dörfer und viel Wald nach Lüneburg. Auch hier fand ich es sehr interessant. Es gibt nicht so viele prunkvolle Kirchen und sonstige Türme wie in Lübeck, dafür aber viele andere schöne historische Gebäude.

Südlich von Lüneburg hatte ich eigentlich mit der typischen Heidelandschaft gerechnet, stattdessen ging es aber durch schier endlose Wälder. Hier war es auch schön einsam, so dass ich mit Begeisterung für den Rest des Tages bis kurz vor Celle gefahren bin.

Gestern war ich dann zunächst in Celle. Die Altstadt besteht ausnahmslos aus Fachwerkhäusern und wirkt dadurch fast wie ein großes Freiluftmuseum. In Lübeck und vielen anderen alten Städten sind es die Prunkbauten wie Kirchen, Kathedralen, Rathäuser, etc., die besonders hervorstechen. In Celle sind es eher die vielen wunderschönen Fachwerkhäuser, die auch heute noch als Geschäfte, Cafés oder Wohnhäuser genutzt werden.

Von hier aus war es dann nicht mehr weit bis Hannover. Obwohl Hannover meine Heimatstadt ist und ich eigentlich jeden Winkel kenne, habe ich die Stadt einmal aus der Perspektive eines Reiseradlers, der die Stadt nicht kennt, bereist. Dadurch, dass ich im letzten und diesen Jahr so viele Regionen und Städte auf dem Fahrrad erkundet habe, nimmt man vieles ganz anders wahr als vorher. Auch in Hannover gibt es viele schöne Ecken, die ich vorher zwar auch kannte, die man aber einfach immer als selbstverständlich wahrgenommen hat. Gestern habe ich mir zum ersten Mal ganz bewusst alles in der Stadt angesehen.

Schließlich bin ich dann die letzten Kilometer nach Hause geradelt. Nach 11200 Kilometern ist meine diesjährige Reise nun leider zu Ende.

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