Der Tag nachdem ich meinen letzten Blogeintrag geschrieben habe, war leider völlig verregnet. Morgens um 7 Uhr fing es an und es regnete bis zum Nachmittag in einer Tour durch. Daher habe ich mich dazu entschlossen den Tag auf dem Campingplatz zu bleiben. Als es gegen 16 Uhr endlich aufhörte zu schütten, bin ich kurzentschlossen nach Potsdam geradelt und habe mir die Stadt angeschaut. Somit war es wenigstens kein völlig verschenkter Tag. Zunächst war ich im Park Sanssouci, wo es außer dem bekannten gleichnamigen Schloss noch viele andere alte Gebäude gibt, die in eine weitläufige Parklandschaft eingebettet sind.
Danach bin ich dann in die Innenstadt gefahren, wo auch allerhand Sehenswürdigkeiten zu sehen waren. Die Stadt ist relativ unkompliziert zu besichtigen. Der Verkehr ist überschaubar und es geht eher gemütlich zu. Sehr angenehm.
Am nächsten Morgen bin ich nach Berlin gefahren. Ich fand es überraschend wie groß die Stadt eigentlich ist, obwohl die Fläche zum Großteil aus Wald besteht. 25 Kilometer vor dem Stadtzentrum kam bereits das Ortsschild von Berlin, aber die eigentliche Stadt begann erst 15 Kilometer später. Vorher kamen noch Grunewald und der Wannsee, wo man die meiste Zeit kein einziges Gebäude sieht. Ab Charlottenburg beginnt dann aber die richtige Stadt und relativ schnell war ich im Zentrum. Viele Sachen in Berlin sind ja weltbekannt, aber es gab auch viele hübsche Orte, die ich vorher nicht kannte.
Anschließend dauerte es wieder eine ganze Weile, um aus Berlin herauszukommen. Es ging über sehr schöne Wege durch Wälder und an Seen entlang, aber da ja Pfingstmontag war, war scheinbar halb Berlin mit dem Fahrrad unterwegs. Ich war irgendwann froh wieder im ländlichen Brandenburg zu sein, wo man die Wälder meist wieder für sich hatte. Interessant fand ich auch, dass man hier mehr Strauße als Kühe antrifft.
Heute Vormittag bin ich die letzten Kilometer bis zur Oder gefahren und habe somit die polnische Grenze erreicht. Von hier aus ging es dann auf dem Oder-Neiße-Radweg nordwärts.











