Sankt Peter-Ording

Die letzten Tage verliefen im großen und ganzen recht ähnlich. Es ging überwiegend am Deich entlang. Hier geht es sehr ruhig und entspannt zu. Der Radweg ist super, Autos sieht man kaum und man fährt gefühlt an Millionen Schafen vorbei. Auf die Dauer ist es manchmal aber etwas eintönig.

Nach einiger Zeit kam ich durch Wilhelmshaven. In der Stadt selbst habe ich nichts Besonderes entdecken können, allerdings fallen die vielen Kriegsschiffe im Hafen auf. Hier ist ein Stützpunkt der deutschen Marine.

Übernachtet habe ich direkt am Jadebusen. 

Am nächsten Tag kam dann nach vielen Deichkilometern Bremerhaven in Sichtweite. Nach der langen Strecke am Deich, die überall sehr ähnlich aussieht, war es eine willkommene Abwechslung mal wieder eine größere Stadt zu sehen.

Um nach Bremerhaven zu kommen, musste ich allerdings noch die Weser überqueren. Normalerweise verkehrt hier eine Fähre. Nachdem im Juni aber ein Schiff gegen den Fähranleger geknallt ist, und ihn dabei schwer beschädigt hat, ist die Fähre außer Betrieb. Stattdessen wurde ein Busersatzverkehr eingerichtet, der einen Riesenbogen fährt und durch den Wesertunnel ein ganzes Stück weiter südlich fährt. Auf diese Weise bin ich dann also in Bremerhaven angekommen. 

Hier habe ich auch übernachtet. 

Von hier aus bin ich am nächsten Tag in Richtung Cuxhaven weitergefahren. Der Weg war zwar ähnlich wie bereits an den Tagen zuvor, allerdings war die Landschaft etwas abwechslungsreicher. Es ging nun nicht nur an Feldern und Weiden vorbei.

In Cuxhaven habe ich die Elbfähre nach Brunsbüttel genommen. Leider war das Schiff kurz zuvor losgefahren und die nächste Verbindung fuhr erst anderthalb Stunden später, so dass ich wieder eine längere, unfreiwillige Pause einlegen musste. Als es dann aber endlich so weit war, war ich erstaunt wie riesig die Fähre ist. Insgesamt hatte sie drei Stockwerke inklusive Bordrestaurant, Lounge mit gemütlichen Ledersesseln und einem Sonnendeck. So entpuppte sich die knapp zweistündige Überfahrt fast als kleine Kreuzfahrt. Ich war begeistert. 

Von hier aus bin ich dann immer weiter nach Norden gefahren. Teilweise ging es auch durchs Inland mit hübschen Kleinstädten. Später verlief der Weg dann direkt am Meer und nicht wie bislang hinter dem Deich. 

Zum Ende des Tages erreichte ich dann Sankt Peter Ording. Der Strand ist der breiteste, den ich je gesehen habe. Hier habe ich dann auch den nächsten Campingplatz aufgesucht und mache heute einen Ruhetag. 

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