Von Amsterdam aus bin ich zunächst wieder zurück an die Nordsee gefahren. Dort zog sich die Dünenlandschaft, die auch ein Nationalpark ist, für etliche Kilometer fort. Der Radweg ist wunderschön, aber teilweise auch stark befahren.
Nach einiger Zeit endeten dann die Dünen aber und stattdessen gab es einen endlosen Hochwasserschutzdamm auf der einen und diverse Felder oder Weiden auf der anderen Seite.
Am nächsten Morgen ging es zunächst direkt am Meer entlang, was hier eher die Ausnahme ist. Normalerweise verläuft der Radweg hinter dem Deich, so dass man das Meer eigentlich kaum sieht. Man muss schon anhalten und den Deich hochklettern um etwas zu sehen.
Kurze Zeit später bin ich über den etwa 30 Kilometer langen Damm gefahren, der die Nordsee vom Ijsselmeer trennt. Dies ist eigentlich nur eine Straße, die komplett von beiden Seiten von Wasser umgeben ist.
Für die nächsten anderthalb Tage verlief der Weg dann hauptsächlich am Deich entlang oder durch schier endlose Felder. Dieses Teilstück der Niederlande fand ich auf die Dauer etwas langweilig. Der westliche Landesteil ist deutlich interessanter. Es gibt hier nur einige wenige kleine Dörfer, so dass Einkaufsmöglichkeiten sehr rar sind.
Zum Ende des Tages war ich dann wieder in Deutschland. In Leer war ich mit meinem Vater verabredet, der mich dort besucht hat. Wir haben dort ein Texas-Restaurant aufgesucht, das allerlei leckere gegrillte Fleischgerichte auf der Speisekarte hatte. Genau das Richtige für einen hungrigen Radler! Es war ein richtig netter Abend und ich habe mich sehr über den Besuch gefreut.
Heute ging es dann Richtung Emden. Um dorthin zu gelangen musste ich die Fähre über die Ems nehmen. Ich war um kurz nach elf Uhr am Fähranleger, wo ich dann feststellen musste, dass die Fähre einmal stündlich fährt und zwar immer um voll. Die einzige Ausnahme ist die Fähre um 12. Die fällt nämlich wegen der Mittagspause aus. Daher hatte ich dort einen ungewollten zweistündigen Aufenthalt. Mit der Fähre um 13 Uhr ging es dann aber endlich weiter.
Ostfriesland sieht ähnlich aus wie der Teil der Niederlande, aus dem ich gerade komme. Allerdings ist das Land stärker besiedelt und man kommt alle paar Kilometer durch Kleinstädte, wo man auch problemlos Läden findet, um sich mit Essen und Getränken einzudecken.













Willkommen in der Heimat, mein Feund! 👍😃
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