Amsterdam

Von Kalkar aus waren es nur etwa 30 Kilometer bis zur Grenze, so dass ich relativ schnell in den Niederlanden war. Als sprichwörtliches Fahrradfahrerland sind die Radwege hier perfekt. Zunächst ging es bei herrlichem Wetter durch sehr ruhige, idyllische Gegenden. Bis auf einige wenige Kleinstädte hatte man nur Natur um sich herum. Es gibt hier zwar nichts spektakuläres zu sehen, aber trotzdem habe ich den Tag (und auch die folgenden) sehr genossen. 

Auch der nächste Tag verlief ähnlich idyllisch. Vor Dordrecht kam ich durch ein relativ großes Gebiet,  wo es unzählige Seen und Teiche gibt. Dadurch, dass die ganze Gegend sehr ruhig ist, ist dies ein Paradies für Wasservögel.

Am Vormittag des folgenden Tages kam ich an hunderten Windmühlen vorbei, die bei einer Fahrt durch Holland natürlich nicht fehlen dürfen. 

Etwas später erreichte ich dann Rotterdam. Die Stadt wirkt mit ihren vielen Hochhäusern sehr modern und völlig anders als die holländischen Gegenden, durch die ich zuvor gefahren bin. Bei näherem Hinsehen lassen sich aber schöne, ruhigere Ecken in der Stadt finden.

Von hier aus bin ich dann die letzten Kilometer am Rhein entlanggeradelt bis ich in Hoek van Holland die Nordsee erreichte. 

Danach bin ich durch eine herrliche Dünenlandschaft gefahren bis ich nach Den Haag abgebogen bin und den dortigen Campingplatz angesteuert habe. Auch Den Haags Stadtbild ist durch Hochhäuser geprägt. 

Gestern ging es bis Haarlem immer weiter an der Nordsee entlang. Der Weg ist herrlich und verläuft mitten durch die Natur. Gebäude oder Autos sieht man nur selten.

In Haarlem habe ich die Küste vorübergehend verlassen, um nach Amsterdam zu fahren. Der Campingplatz liegt relativ zentral, so dass ich nachdem ich mein Zelt aufgeschlagen hatte gleich in die Stadt gefahren bin.

Heute bin ich dann hiergeblieben, um die Stadt etwas genauer zu erkunden. Im Gegensatz zu Rotterdam und Den Haag stehen hier keine Hochhäuser. Was ich ebenfalls freudig zur Kenntnis genommen habe ist, dass es kaum Autoverkehr gibt. Das Haupttransportmittel ist das Fahrrad. Die Fahrt durch Amsterdam war also äußerst angenehm und in keinster Weise stressig, wie es in vielen anderen Großstädten der Fall ist. Die Stadt wirkt eher wie eine riesige Kleinstadt, was ich sehr sympathisch finde. Dazu finde ich die Stadt auch architektonisch sehr schön und mit den vielen Grachten teilweise richtig idyllisch. 

Leider ist für den ganzen morgigen Tag Regen angesagt. Ab übermorgen soll es dann wieder sommerlich werden. Daher habe ich mich dazu entschlossen, einen weiteren Tag hier in Amsterdam zu verbringen bevor es weiter an der Nordseeküste entlanggeht.

Mittlerweile bin ich 10274 Kilometer unterwegs. 

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