Tavira

Von Sines aus bin ich immer weiter an der Küste nach Süden gefahren. Häufig bin ich direkt an den Klippen entlang gefahren, die hier wirklich schön sind.

Zwischendurch habe ich den Rio Miro überquert. Dafür, dass ich vorher noch nie von diesem Fluss gehört habe, war er schon recht groß und malerisch.

Nach einiger Zeit hatte ich dann das Cabo de São Vicente erreicht. Hier ist der südwestlichste Zipfel Festlandeuropas. Es war sehr stürmisch, was hier scheinbar der Normalfall zu sein scheint. Am Ende Europas steht ein Leuchtturm. 

Angeblich gibt es hier auch die letzte Bratwurst vor Amerika, aber morgens um 10 Uhr wird die scheinbar noch nicht verkauft. 

Ich hatte nun die Südküste Portugals, also die Algarve, erreicht. Von hier geht es zunächt immer nach Osten. Dieser Teil des Landes ist wieder recht dicht besiedelt. Trotzdem gibt es zwischendurch immer wieder ruhige und idyllische Orte.

Zu Beginn des Tages habe ich bereits ein unangenehmes Knacken vom Antrieb her gehört. Zunächst konnte man aber noch normal fahren. In Portimão habe ich dann Decathlon angefahren, wo ich mir eine neue aufblasbare Isomatte gekauft habe. Sie hatten sogar exakt dasselbe Modell, das ich vorher schon hatte und kurz vor Sines verloren habe. Mein Glück währte aber nur kurz. Einige Kilometer hinter der Stadt ging gar nichts mehr. Die Tretkurbel war völlig blockiert, da das Tretlager völlig hinüber war. Bislang hatte ich überall in Portugal guten Internetempfang, aber ausgerechnet hier gab es keinen Empfang. Ich konnte also nicht nach Fahrradläden oder Übernachtungsmöglichleiten suchen. Ein Campingplatz war ausgeschildert, zu dem ich mein Fahrrad zunächst geschoben habe. Leider war es ein Privatplatz nur für Mitglieder. Ein sehr netter Kerl hat mir unterwegs einen Fahrradladen in der Nähe empfohlen, der auch noch geöffnet war (es war mittlerweile 19 Uhr). Dorthin habe ich dann mein Rad geschoben und glücklicherweise konnte man mir dort helfen. Es war zwar eigentlich ein Motorradladen, aber trotzdem haben sie dort in Rekordzeit ein neues Tretlager aufgetrieben und eingebaut. 

Heute bin ich dann meist durch eine flache Lagunenlandschaft gefahren. 

Inzwischen habe ich fast die gesamte portugiesische Küste gesehen und bin morgen Vormittag wieder in Spanien. 

2 Gedanken zu “Tavira

  1. Ich hab deinen Blog mit Reiselust gelesen und wünsche dir eine sichere und spannende Rückreise! Europa mit dem Rad zu entdecken ist ein tolles Vergnügen das sich wohl immer lohnt . Allzeithoch gute Fahrt!

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