Nach Ach an der Salzach bin ich zunächst immer weiter dem Fluss gefolgt. Auf dem anderen Ufer hatte ich Deutschland immer im Blick. Zunächst ging es an Burghausen vorbei. Einige Kilometer später erreichte ich den Zusammenfluss von Salzach und Inn. Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie Flüsse sich farblich unterscheiden.
Danach kam auf österreichischer Seite ein sehr idyllisches Naturschutzgebiet mit vielen kleinen Seen, Bächen und großen Schilfgebieten.
Wiederum etwas später kam mitten in einem Ort ein Schild mit der Aufschrift „Bundesrepublik Deutschland“. Ich war zunächst etwas überrascht so spontan wieder in Deutschland zu sein. Ich hatte gehört, dass wegen der aktuellen Flüchtlingskrise wieder Grenzkontrollen durchgeführt werden. Das ist aber scheinbar nur bei den größeren Übergängen an Hauptstraßen der Fall. Nun war ich in Passau. Die Stadt hatte ich bereits im Juni durchfahren, als ich dem Donauradweg gefolgt bin. Da mein Hinterreifen seit langem kein Profil mehr hatte und inzwischen sogar an der Seite aufgeplatzt war, habe ich dort einen Fahrradladen aufgesucht und den Mantel wechseln lassen. Das Ganze dauerte etwas über eine Stunde, so dass ich etwas Zeit hatte mir die Stadt anzuschauen.
Anschließend konnte ich mit neuem Reifen wieder durchstarten. Kurze Zeit später war ich dann wieder in Österreich. Der Radweg, der mich wieder nach Norden führt ist hier zwischen Passau und Linz identisch mit dem Donauradweg, so dass ich dieses Teilstück nun zum zweiten Mal auf meiner Reise gefahren bin. Übernachtet habe ich auf einem Campingplatz direkt am Fluss.
Am nächsten Tag bin ich dann bis etwa 20 Kilometer hinter Linz an der Donau entlanggefahren. Wie auch beim letzten Mal hat es wieder viel Spaß gemacht hier zu radeln. Der Donauradweg ist perfekt ausgebaut.
Danach ging es dann nach Norden. Es wurde merklich hügeliger. Es waren zwar keine hohen Berge, aber es ging langsam aber sicher nur noch hoch und runter. Nachdem ich in Gallneukirchen übernachtet hatte, ging es zunächst auf 750 Meter hoch. Nach einigem Auf und Ab hatte ich dann Tschechien erreicht. Dies ist mittlerweile das 20. und leider auch letzte Land meiner Reise. Hier wurden die Hügel extrem steil, so dass das Fahren sehr anspruchsvoll wurde. Durch die steilen Berge/Hügel ist diese Gegend sehr spärlich besiedelt und daher sehr naturbelassen. Das Radeln ist daher einerseits sehr schön, andererseits aber auch recht anstrengend.
Die Alpenüberquerung fand ich vergleichsweise harmlos. Am Ende des Tages erreichte ich Český Krumlov. Die Stadt ist sehr idyllisch in einem Tal gelegen und war definitiv einen Besuch wert. Hier habe ich auch übernachtet.
Am nächsten Tag bin ich dann weiter durch die tschechische Hügellandschaft gefahren. Hier traf ich dann erstmals auf die Moldau. Weiterhin waren auch wieder viele Seen und Bäche entlang des Weges.
Übernachtet habe ich in Písek. Von dem Ort hatte ich vorher noch nie gehört, aber auch hier war es sehr schön.
Gestern bin ich dann weiter nordwärts gefahren. Die Landschaft war nach wie vor sehr hügelig. Trotzdem war es eine Freude bei schönstem Wetter durch die tschechische Provinz zu fahren.
Am späten Nachmittag erreichte ich dann Prag. Der Campingplatz liegt sehr nett auf einer Moldauinsel. Ich habe am Abend dann einen schönen Spaziergang in die Innenstadt gemacht. Die Stadt kenne ich zwar bereits, aber es ist trotzdem sehr interessant hier. Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken.
Heute habe ich dann den Tag hier verbracht, um mir die Stadt genauer anzuschauen. Es ist immer ein himmelweiter Unterschied, ob man sich eine Stadt bei Tag oder bei Nacht anschaut.






















20 Länder, Wow!
Was für eine Reise, mein Alter!
LikeLike
nice nice sogar noch prag mitgenommen , und jetzt noch bis nach hamburg auch bei 4 grad ?? oder kürzt du noch ab ?
LikeLike