Nach Prag bin ich ganz grob der Moldau gefolgt. Der Weg ging nicht immer direkt am Fluss entlang, so dass die Fahrt recht abwechslungsreich war. Flusslandschaften, Wald- und Wiesengebiete und einige Schlösser waren zunächst meine Wegbegleiter.
Einige Zeit später floss die Moldau in die Elbe. Hiermit hatte ich nun auch den Elberadweg erreicht. Den Rest des Tages bin ich diesem Fluss gefolgt und habe dann ein letztes Mal in Tschechien übernachtet.
Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Deutschland. An den Ufern tauchten allmählich immer höher werdende Felsen auf. Es begann die böhmische bzw. auf deutscher Seite sächsische Schweiz.
Die Fahrt war wirklich beeindruckend und ich habe den Tag sehr genossen. Am Nachmittag erreichte ich dann Dresden, wo ich auch den Folgetag geblieben bin, um mir die Stadt anzuschauen.
Anschließend ging es dann weiter durch die ostdeutsche Provinz. Hinter Dresden wird die Landschaft allmählich komplett flach und die Gegend sieht bereits aus wie Niedersachsen. Sehr gefallen haben mir Kleinstädte wie Meißen oder Torgau. Die Orte haben sehr schöne historische Zentren und sind in einem sehr guten Zustand. In ganz Ostdeutschland wird sehr viel gebaut, was leider auch zur Folge hat, dass der Radweg häufig wegen Bauarbeiten gesperrt ist und man große Umwege in Kauf nehmen muss.
Nach einiger Zeit kam ich durch Wittenberg, die Stadt Martin Luthers. Hier konnte man die Kirche, in der Luther gepredigt hat, begutachten. Sie gilt auch als Mutterkirche der Reformation, da hier die erste protestantische Messe überhaupt stattgefunden hat. Somit wurde hier Weltgeschichte geschrieben.
Leider stehen die Häuser drumherum recht nah an der Kirche, so dass es kaum möglich ist ein gutes Gesamtbild des Gebäudes zu machen.
Seine berühmten 95 Thesen hat Luther allerdings nicht hier an die Tür genagelt, sondern etwas weiter an der Schlosskirche. Diese wurde im späten 19. Jahrhundert allerdings völlig umgebaut. Die Thesentür ist aber noch im Original erhalten.
Danach ging es weiter durch abwechslungsreiche Landschaften. Der Elberadweg ist ähnlich wie der Donauradweg perfekt ausgebaut und völlig flach.
Dieser Teil Deutschlands ist sehr idyllisch und spärlich besiedelt. Die Radwege hat man meist für sich allein. Eine herrliche Gegend zum Fahrradfahren. Als größere Stadt kam noch Magdeburg.
Wie auch sonst überall in Ostdeutschland kam mir alles sehr modern und in gutem Zustand vor. Danach ging es wieder nur durch schöne Natur und hübsche Dörfer.
Inzwischen bin ich nun wieder in Niedersachsen angekommen und so langsam neigt sich meine Reise dem Ende entgegen. Mittlerweile bin ich 13650 Kilometer gefahren.



















Mann kann sagen das deine umfangreich Europarundreise beendet ist. Es war eine hervorragende Leistung.und ich möchte dir dazu herzlich gratulieren. Als Dank für deine vielen Berichte und die guten Bilder möchte ich dich zu uns zum Essen einladen. Termin stimme bitte mit Philipp ab. Weiterhin alles Gute. Gruß Dietmar Sommerfeld
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