Ferrara

Von Portogruaro ging es zunächst wieder an die Adriaküste entlang. Wie schon im letzten Eintrag erwähnt, sind die Wege in Italien sehr gut. Entweder bin ich auf separaten Radwegen oder auf kleinen, kaum befahrenen Landstraßen unterwegs gewesen. An dem Tag führte mich die Strecke zunächst meist an Kanälen und Flüssen entlang. Dieser Teil Italiens ist sehr wasserreich: Seen, Lagunen, Flüsse, Kanäle und natürlich die Adria. Dies führt dazu, dass man teilweise große Umwege in Kauf nehmen muss, um diese Hindernisse zu umfahren.

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An dem Tag bin ich dann die Küste bis Punta Sabbioni entlanggefahren, was der letzte Punkt ist, den man zunächst ohne Fähre erreichen kann. Der Ort liegt fast gegenüber von Venedig und mein Campingplatz war ganz in der Nähe der „Fährenhaltestelle“. Da hier viele kleine Inseln sind, übernehmen hier Fähren die Funktion, die normalerweise Busse haben.

Am nächsten Tag bin ich dann mit der Fähre bei schönstem Wetter nach Venedig gefahren. Bereits der erste Blick vom Wasser aus war beeindruckend.

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Die Stadt ist ja weltberühmt für ihre Schönheit und ich kann das nur bestätigen. Manche Teile, wie den Markusplatz, den Dogenpalast oder die Rialto-Brücke, kannte ich von Photos oder Dokumentation, aber es ist dennoch etwas ganz anderes alles mit eigenen Augen zu sehen.

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Die Rialto-Brücke war leider wegen Renovierungsarbeiten nur teilweise zu sehen.

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Auf der ganzen Insel gibt es kein einziges Auto. Bei den teilweise sehr engen Gassen und tausenden von Brücken mit Treppenstufen, würde das aber auch keinen Sinn machen. Die Stadt war deutlich größer als ich erwartet hatte und man hätte dort sicherlich Tage verbringen können um alles zu sehen. Ich habe dennoch versucht so viel wie möglich an dem Tag zu erkunden.

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Von Venedig war ich sehr beeindruckt. Auch viele andere Städte, durch die ich während meiner Reise gekommen bin, hatten schöne Ecken, aber hier sieht die gesamte Stadt so aus.

Gestern ging es dann weiter durch die venezianische Inselwelt. Ich musste allein drei Fähren nehmen, um mich von Insel zu Insel zu hangeln. Diese Inseln waren auch sehr malerisch und vor allem nicht so überlaufen. Das Fahren hier hat sehr viel Spaß gemacht.

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Wieder auf dem Festland angekommen, ging es dann Richtung Podelta. Die Gegend ist eine riesige Seenlandschaft.

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Heute bin ich dann immer am Fluss Po nach Westen gefahren. Es gibt hier einen sehr schönen Radweg, der immer auf einem Hochwasserschutzdeich entlangführt.

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Die Tour heute war mit 70 Kilometern relativ kurz, aber der nächste Campingplatz wäre erst 80 Kilometer weiter gewesen. Außerdem hatte ich so noch den ganzen Nachmittag Zeit mir Ferrara anzuschauen. Auch hier stehen viele sehenswerte Gebäude aus der Renaissance. Leider hat es den ganzen Nachmittag geregnet, aber man kann ja nicht nur schönes Wetter haben.

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Italien hat kulturell sehr viel zu bieten und ich genieße die ständige Abwechslung von Fahrten durch die herrliche, einsame Landschaft und den geschichtsträchtigen, wunderschönen Städten.

Ein Gedanke zu “Ferrara

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