Nach dem Regentag in Senj wurde es wieder sonnig, so dass ich problemlos weiterfahren konnte. Zunächst fuhr ich eine ganze Weile in Sichtweite der Insel Krk. Da ich die Insel von früheren Urlauben gut kenne, fand ich es recht interessant sie aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
Kurze Zeit später fuhr ich dann durch Rijeka und dann war ich schon in Istrien. Die Gegend wirkt etwas anders als der Rest Kroatiens, da hier noch vieles aus der österreichisch-ungarischen Zeit erhalten ist. Man fühlt sich teilweise wie in Wien oder Budapest, nur eben mit Meer, Palmen und schönerem Wetter.
Am nächsten Morgen bin ich der Ostküste Istriens noch etwa 20 Kilometer weiter nach Süden gefolgt, bevor es dann ins recht bergige Inland ging. Hier hat man auf relativ kleinem Raum viel Abwechslung. Küste, Berge, flache Passagen durch Täler und kleine idyllische Orte wechseln sich hier ab.
Am späten Nachmittag erreichte ich bei Poreč die Westküste der Halbinsel, wo ich dann auch übernachtet habe.
Gestern ging es dann noch 50 Kilometer an der kroatischen Küste entlang bis ich Slowenien erreichte. Ich war positiv überrascht nach so langer Zeit wieder richtige Radwege fernab von Straßen vorzufinden. Der Radweg war perfekt ausgebaut und ausgeschildert. Es gab sogar Tunnel nur für Radfahrer.
Im Gegensatz zu Montenegro und Kroatien reichen die Berge hier auch nicht immer direkt bis ans Meer, so dass die Landschaft etwas anders wirkt. Insgesamt hat mir Slowenien sehr gut gefallen und ich fand es schade, dass nach 35 Kilometern bereits die italienische Grenze erreicht war. In Slowenien kann man auf jeden Fall bestens Fahrrad fahren. Übernachtet habe ich dann auf einem gemütlichen Campingplatz in der Nähe von Muggia.
Heute Morgen habe ich dann von dort die Fähre herüber nach Triest genommen. Die Fahrt über die Bucht ging recht schnell. In Triest stehen allerhand alte Paläste und allgemein ist die Stadt recht malerisch.
Auch in Italien sind die Radwege überwiegend sehr gut. Die italienische Adriaküste sieht völlig anders aus als im Ex-Jugoslawien. Alles ist völlig flach und überall gibt es Seen, Lagunen und Kanäle.
Teilweise sieht man auch Überreste römischer Tempel irgendwo am Straßenrand. Auch die kleineren Ortschaften hier wirken sehr hübsch und gepflegt.
Italien gefällt mir bislang sehr gut und ich freue mich auf die kommenden Tage.
Mittlerweile bin ich 11235 Kilometer unterwegs.














Sehr schöne Bilder, aber dat Shirt ist ja furchtbar…
LikeLike