Nachdem ich meinen letzten Blogeintrag in Alexandroupolis geschrieben hatte, kamen am Abend dann meine Freunde Dave, Pascal, Julian und Philipp nach einer 32 Stunden-Fahrt quer durch Europa auf dem Campingplatz an. Insgesamt blieben sie vier Tage, die sehr spaßig waren. Ich habe mich sehr über den Besuch gefreut und es war eine tolle Abwechslung. Sozusagen „Urlaub vom Urlaub“. Die Tage sind wie im Fluge vergangen.
Da ich meine ursprüngliche Route ohnehin geändert hatte, um die Jungs an der griechischen Küste zu treffen, habe ich intensiv über die kommende Wegführung nachgedacht. Zunächst war mein Plan von Alexandroupolis wieder hoch nach Bulgarien zu fahren, um dort erneut auf den Eisernen Vorhang-Radweg zu stoßen. Nach reiflicher Überlegung bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass ich das nicht allzu interessant finde. Die Wege verlaufen meist durch ehemalige militärische Sperrgebiete, wo es kaum interessante Orte oder Städte gibt. Gerade in Osteuropa bestehen diese Gebiete heutzutage zu großen Teilen aus landwirtschaftlich genutzten Flächen mit einigen kleinen Dörfern. Davon hatte ich in Rumänien schon jede Menge und die Vorstellung nochmal 2000 Kilometer durch solche Gegenden zu fahren fand ich wenig reizvoll. Dazu kommt noch dass einige hundert Kilometer identisch mit dem Donauradweg sind und ich diese Teilstücke bereits gefahren bin. Daher habe ich meine Route so geändert, wie sie nun auf der Karte zu sehen ist.
Ich werde nun auch weite Teile des Mittelmeers mitnehmen und auch Norditalien erkunden. Ich denke, diese Route wird deutlich interessanter als mein ursprünglicher Rückweg nach Deutschland.
Nachdem die Jungs wieder abgereist waren, bin ich weiter an der griechischen Küste Richtung Westen gefahren. Die Gegend hier ist wunderschön. Auf der rechten Seite hatte ich meistens bewaldete Berge, auf der linken das Meer.
Die einzige größere Stadt, durch die ich in den letzten Tagen gefahren bin, war Kavala. Die Stadt ist sehr schön auf einem Berg direkt am Meer gelegen und hat mir sehr gut gefallen.
Hier habe ich gestern auch übernachtet. Auf dem Campingplatz lief sogar wieder ein Festival. Die Musik war recht gut, auch wenn Blues normalerweise nicht so mein Fall ist. Ich habe den Abend sehr genossen und mich auch mit diversen Leuten nett unterhalten.
Heute ging es dann weiter auf der herrlichen Küstenstraße. Das schöne an griechischen Landstraßen ist, dass sie einen breiten Seitenstreifen haben auf dem man wunderbar fahren kann. Parallel zur Landstraße verläuft auch eine Autobahn, auf der der Großteil des Verkehrs unterwegs ist, so dass die Landstraße recht ruhig ist.
Inzwischen bin ich 9062 Kilometer unterwegs.











Es war schön dich dort zu treffen und wie du bereits geschrieben hast, hatten wir eine schöne Zeit in Griechenland. Ich hoffe dein Sonnenbrandt ist inzwischen braun und du hast weiterhin eine interessante Fahrt! Viel Spaß und bis bald!
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