Von Obzor aus bin ich immer weiter an der wunderschönen bulgarischen Schwarzmeerküste Richtung Süden gefahren. Bulgarien ist landschaftlich schon ein absoluter Höhepunkt.
Leider gibt es auf den Landstraßen keinen Fahrradweg oder Seitenstreifen, so dass man am rechten Fahrbahnrand fahren musste. Das Verkehrsaufkommen war stellenweise recht hoch, so dass man die Natur gar nicht gebührend genießen konnte, da man ständig von LKWs überholt wurde und sich genau auf das Fahren konzentrieren musste. Nach einiger Zeit kam ich durch Burgas.
Die Stadt hatte sogar Fahrradwege, so dass das Fahren dort recht entspannt war. Südlich der Stadt wurde der Verkehr dann mit jedem Ort weniger. Die Straße endet nämlich in Rezovo direkt an der türkischen Grenze und da es dort keinen Grenzübergang gibt, ist es quasi eine Sackgasse. Dorthin bin ich dann gefahren, so dass ich einen Großteil der rumänischen und die komplette bulgarische Schwarzmeerküste abgefahren bin. Auf der rumänischen Seite ist weniger Verkehr, so dass das Fahren dort angenehmer ist. Dafür ist die bulgarische Seite landschaftlich deutlich reizvoller. Übernachtet habe ich dann in Rezovo direkt an der türkischen Grenze.
Ich fand es wirklich schade, dass es hier keinen Grenzübergang gibt. Istanbul war eigentlich nicht mehr weit, aber der Grenzübergang ist nunmal in Malko Tarnovo, was deutlich weiter westlich liegt. Dorthin bin ich den nächsten Tag gefahren. Der Weg war diesmal eine kleine Landstraße durch die bulgarischen Berge. Hier habe ich stundenlang kein Auto gesehen, was ich sehr angenehm fand, allerdings war die Straße ziemlich miserabel. Trotzdem konnte man die schöne Natur genießen und ich fand den Tag super.
Am nächsten Tag ging es dann in die Türkei. Man merkt sofort, dass zumindest dieser Teil des Landes deutlich weiter entwickelt ist als Rumänien und Bulgarien. Die Straßen, Fußwege und Gebäude sehen hier ordentlich und gepflegt aus, so dass man abgesehen von den vielen Moscheen das Gefühl hatte wieder in Westeuropa zu sein. Die Landstraßen haben auch alle einen breiten Seitenstreifen, so dass auch das Fahrradfahren sehr angenehm war. Allerdings war es mit 40 Grad doch ein wenig warm.
Vorgestern kam ich dann durch Edirne. Die Stadt hat mir sehr gut gefallen und wirkte sehr quirlig und lebendig. Sehr schön fand ich die große Moschee, allerdings ist sie von einer hohen Mauer und Bäumen umschlossen, so dass es schwierig war ordentliche Photos zu machen.
Kurz hinter der Stadt kam dann schon die griechische Grenze. Ich fand es eigentlich schade, dass die Zeit in der Türkei so kurz war. Die Menschen waren alle sehr freundlich, die Straßen waren ausnahmslos sehr gut und alles wirkt viel europäischer als man es erwarten würde.
Nun war ich aber in Griechenland.
Vier Kumpels haben sich spontan dazu entschieden mich zu besuchen und ein paar Tage Urlaub zu machen, so dass wir uns in Alexandroupolis verabredet haben. Also habe ich meine geplante Route geändert und bin an die griechische Küste gefahren. Hier erreichte ich nun auch erstmals auf meiner Reise das Mittelmeer.
Der Campingplatz hier gefällt mir sehr gut und gleich nebenan läuft sogar ein Festival mit griechischer Folkoremusik, wo ich gestern Abend auch vorbeigeschaut habe. Auch wenn es den Griechen zurzeit wirtschaftlich schlecht geht, scheinen sie ein sehr fröhliches und lebenslustiges Volk zu sein.










Wirkt ja fast wie der Reggae Jam das Festival 😉 weiter so Wuschler !!!
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Sooo mein Freund. Die Unterstützung aus der Heimat ist unterwegs. Philipp, Julian, Pascal und ich sind nur noch knapp 300KM entfernt von dir.
Wir freuen uns auf dich, das Meer, lecker Essen und das erste Bier auf griechischem Boden.
Bis gleich!
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Hej!
Respekt und Hut ab vor dieser unglaublichen Leistung.
Hab den Link von unserem Kommilitonen erhalten und deinen Blog heute Abend komplett durchgelesen :-). Wahnsinn, was du da reißt.
Die Berichte sind sehr interessant und unterhaltsam und die Bilder wirklich super.
Genieß die Reise und jeden einzelnen Tag und auf dass du noch viele wunderbare Menschen auf dem Weg begegnest.
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Hey magiera!!!
Ich bins matthias vom camping in ersingen welcher dir deine tadche repariert hat. Hat die schraube gehalten?
Geile sache! Ich habe oftmals die gleichen eindrücke und fotos gemacht wie du! Inzwischen bin ich hier in pomerie / burgas angelangt. Du bist schon weiter vor… Ich möchte ja nach istanbul, habe aber zuviel zeit dazu. Genau noch drei wochen. Deswegen möchte ich auf dem ev13 iron curtain trail nach grichenland runterfahren.
Rezovo ist mir bekannt. Aber irgendwie kriege ich den track nicht vollständig heruntergeladen… Kannst du mir helfen? Ich brauche ein bild oder so von rezovo bis nach griechenland. Wäre super!!!
Ps: na haben die 2700km von ersingen aus bis nach constanta gestummen welche uns der herr angegeben hat? Also ich habe wie schon dort gesagt 3500km gebraucht bis constanta.
Danke dir! Und einfach der hammer was da so geht auf dem fahrrad!!! Go go go! You can do it, ist von gestern! You do it, lautet das aktuelle motto!
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Hallo Matthias,
schön von dir zu hören. 🙂 Die Tasche hält nach wir vor. Danke nochmal.
Der EV13 unten in Südbulgarien existiert wohl nur theoretisch. Irgendwann stand ich in einer Sackgasse, wo offiziell der EV13 weitergehen sollte. Um nach Rezovo zu kommen, brauchst du nur die Küstenstraße, auf der du ja bereits bist, immer geradeaus fahren. Einen Grenzübergang zur Türkei gibt es am Schwarzen Meer nicht. Ich bin dann eine wunderschöne, einsame Landstraße durch die Berge nach Malko Tarnovo gefahren. Kurz dahinter ist die Grenze zur Türkei. Über Kirklareli und Edirne bist du dann schnell in Griechenland. Kurz vor Edirne gibt es sogar einen richtig netten Campingplatz mit riesigem Pool für 5€ die Nacht.
Ja, das mit den 2700 Kilometern von Ersingen nach Constanța stimmt auf keinen Fall. Ich war auch deutlich länger unterwegs.
Weiterhin alles Gute und viel Spaß. Falls du irgendeine Frage haben solltest, kannst du mir gerne eine E-Mail an magiera1979(at)gmail.com schreiben.
Viele Grüße aus Dubrovnik
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