Zimnicea

Kurz hinter Dubova ging es noch ein Stück durch die schöne Bergwelt dieser Region, wo ich dann auf ein riesiges Gesicht im Fels stieß.

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Hier wurde ein König verewigt, der hier vor fast 2000 Jahren herrschte, bevor die Römer das Gebiet eroberten. Einige Kilometer später erreichte ich ein sehr flaches Gebiet mit intensiver Landwirtschaft. Felder zogen sich bis zum Horizont.

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Ab und zu kamen ein paar ärmliche Dörfer. Alles wirkte recht verwahrlost, die Menschen starrten mich verständnislos an und ständig wurde ich von kläffenden Hunden verfolgt. Die etwas größeren Orte wie Orşova und Drobeta-Turnu Severin sahen dagegen wie ganz normale europäische Städte aus. Es gab alles, die Menschen waren freundlich und nervige Hunde gab es auch nicht mehr. Hinter Drobeta-Turnu Severin sahen auch die Dörfer wieder recht ordentlich aus und auch die Menschen wurden sehr freundlich. Von überall wurde ich mit einem lauten „Hello“ oder „Ciao“ und einem freundlichen Winken gegrüßt. Die Kinder rennen immer zum Straßenrand und wollen abgeklatscht werden und die Hunde lassen mich in Ruhe. Dieser Teil Rumäniens ist deutlich zivilisierter. In Drobeta-Turnu Severin gab es noch diverse Pensionen, allerdings war ich dort schon gegen 16 Uhr und wollte noch etwas weiterfahren. Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht bewusst, dass für die nächsten 100 Kilometer kein Campingplatz oder Hotel mehr kam. Zwischendurch war nicht mal mehr die Hauptstraße asphaltiert.

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Also habe ich in der Nacht wild gecampt. Ich hatte mich aber gegen Mittag in einem Supermarkt ausreichend mit Essen und Getränken versorgt, so dass es mir an nichts (außer einer Dusche) fehlte.

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Der nächste Tag brachte wenig Neues. Es ging weitestgehend auf einer guten und wenig befahrenen Landstraße durch die Weiten Rumäniens.

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Gegen Mittag kam ich durch den größeren Ort Calafat, wo es wieder Pensionen und Hotels gab, aber da es noch so früh war, habe ich in der Stadt lediglich zwei kleine Döner gegessen und bin wieder in die Provinz. Kurz hinter der Stadt kamen mir zwei holländische Radler entgegen, die mir erzählten, dass die nächste Übernachtungsmöglichkeit 100 Kilometer weiter in Bechet war. Somit stand für mich das Tagesziel fest. An den beiden Tagen zusammen bin ich über 300 Kilometer gefahren und das bei Temperaturen von weit über 30 Grad. Daher habe ich mir in Bechet zwei Ruhetage gegönnt. Das Hotel war super und recht günstig.
Heute ging es dann weiter und durch etwas Recherche wusste ich, dass es bis zum nächsten Hotel in Zimnicea 136 Kilometer waren. Die Straße war aber wieder sehr gut befahrbar und verkehrsarm, so dass ich trotz vieler kleiner Pausen die Strecke in weniger als acht Stunden geschafft habe.

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Unterwegs konnte man in den Dörfern Tausende Störche in ihren Nestern sehen. Nahezu jeder Strommast hat ein Storchennest.

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Inzwischen bin ich 7140 Kilometer gefahren und morgen geht es weiter durch die rumänische Provinz. Das Land ist ziemlich groß, aber ich freue mich schon auf das Donaudelta und das Schwarze Meer.

8 Gedanken zu “Zimnicea

  1. Deine Bilder sind wunderschön und deine Berichte sehr interessant. Weiterhin gute pannenfreieFahrt. Die Unterkünfte machen einen sehr guten Eindruck. Komm gesund wieder.

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  2. Schon wieder Döner? Zum Geburtstag gibts ein Camping-Kochbuch! 😉
    Überfahr lieber mal ein Karnickel anstelle einer Schlange…

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  3. P.S. Maggi, kannst vlt. die aktualisierte Route hochladen? Habe grad gesehen, dass du in einer Woche ziemlich genau seit drei Monaten unterwegs bist! Hut ab, mein Freund! 🙂

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