Nach meinem letzten Bericht bin ich Richtung Wilna, der litauischen Hauptstadt, gefahren. Zunächst ging es aber noch durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet. Erst ging es immer am Fluss Neris entlang, später durch dichte Wälder und zwischen diversen Seen.

Nach diesem Abschnitt mitten durch die Natur bekam ich dann in Wilna etwas Großstadtfeeling zu sehen. Zunächst habe ich mich in ein Café gesetzt und einfach gemütlich einen Milchkaffee geschlürft, bevor ich mir die dortige Altstadt angeschaut habe. Sie gehört zu den größten Europas und ist mit seinen zahlreichen barocken Kirchen recht sehenswert.



Anschließend ging es wieder durch die Natur. Zum Ende des Tages gab es noch die seenreiche Landschaft rund um Trakai zu bewundern, wo auf einer Insel die sogenannte Wasserburg, ein Wahrzeichen Litauens, steht.

Auch der nächste Tag hatte wieder viel von der wald- und seenreichen Landschaft zu bieten. Durch größere Orte bin ich tagsüber gar nicht gekommen. Übernachtet habe ich in Druskininkai, was ein hübscher Kurort an der Memel ist. Da ich bislang sehr gut in der Zeit liege und ich keine Lust habe vier oder fünf Tage in Danzig rumzuhängen bis mein Zug von dort nach Hause fährt, habe ich dort einen Ruhetag eingelegt.



Nach dem recht gemütlichen und entspannten Ruhetag bin ich dann die letzten Kilometer durch Litauen gefahren, bevor ich dann mit Polen das vierte und letzte Land dieser Tour erreicht hatte. Die Temperaturen hatten sich deutlich abgekühlt, es regnete zwischendurch häufiger und ich hatte immer einen kräftigen Gegenwind. Auf Strecken durch Wälder ist das mit Wind nicht so wild, aber auf offenen Felderlandschaften, die in Polen recht häufig sind, macht sich das schon stark bemerkbar.


Gestern ging es dann durch die beschauliche Provinz Nordostpolens. Die Landschaft ist recht hügelig, was zusammen mit dem kräftigen Gegenwind das Fahren manchmal etwas mühsam macht, aber schön ist es hier auf jeden Fall.



