Letzten Dienstag begann meine nächste Radreise. Dieses Mal geht es durch die drei baltischen Staaten und Polen. Dafür bin ich Mittwoch samt Fahrrad nach Tallinn in Estland geflogen. Da Mittwoch Vormittag allerdings sämtliche Fahrradstellplätze in den Zügen nach Frankfurt ausgebucht waren, musste ich bereits Dienstag Abend aufbrechen und eine Nacht im Hotel in Frankfurt verbringen. Der Vorteil daran war, dass ich mir Mittwoch Vormittag noch die letztes Jahr fertig gestellte „Neue Altstadt“ anschauen konnte.



Anschließend bin ich dann zum Flughafen geradelt und war dann am frühen Abend in Tallinn, wo ich mir vorher eine Unterkunft direkt in der Altstadt reserviert hatte. Nachdem ich dort Gepäck und Fahrrad verstaut hatte, bin ich losgezogen um die Stadt zu erkunden und ein nettes Restaurant zu suchen.




Im Restaurant stellte ich dann mit Schrecken fest, dass die Preise in Estland ganz und gar nicht osteuropäisch sind. 13 Euro für einen äußerst mittelmäßigen Fischburger ohne Beilagen. Ein halber Liter Bier kostete 7,60€. Auch sonst ist das Flair der Stadt und allgemein des Landes eher skandinavisch.
Am nächsten Morgen begann dann endlich die eigentliche Radreise. Nach einigen Kilometern an der Ostsee ging es immer südwärts ins Landesinnere. Es war ein sehr warmer, sonniger Tag und leider gab es auf den Landstraßen selten Schatten. Dazu kam noch ein stetiger Gegenwind.





Ich bin an dem Tag 147 Kilometer bis zu einem Ort namens Türi gefahren, wo ich mich in einer kleinen Holzhütte einquartiert habe. Campingplätze gibt es in dieser Gegend nur an der Küste, so dass ich mir im Landesinneren nun immer etwas anderes suchen muss.

Am nächsten Tag ging es dann weiter auf diversen kleinen Landstraßen zur Westküste Estlands. Der Wind war nun noch heftiger als am Vortag und die 100 Tageskilometer kamen mir schlussendlich wie 200 vor.



Zum Ende des Tages hatte ich dann wieder die Ostsee erreicht. Strände gibt es hier aber scheinbar keine, da der Uferbereich weitläufig mit Schilf bewachsen ist.


Wahrscheinlich auch deswegen gibt es kaum Möglichkeiten direkt ans Wasser zu kommen. Die Küstenstraße, der ich am nächsten Tag immer Richtung Süden folgte, verläuft meist nur einige hundert Meter entfernt vom Wasser, aber da hier alles dicht bewaldet ist, sieht man es nur selten. Sporadisch gehen einige Wege ab, aber das sind dann immer nur Zufahrten zu einsamen Häusern. Esten scheinen gerne einsam im Wald zu wohnen.

Kurz vor der lettischen Grenze änderte sich das und hier gibt es richtige Sandstrände, die auch frei zugänglich waren.

Einige Kilometer später war ich dann in Lettland. Die Qualität der Wege ist hier deutlich schlechter als in Estland. Die Hauptküstenstraße ist zwar super, allerdings auch sehr stark befahren. Sobald man irgendwelche Nebenstrecken fährt ist es zwar ruhig und landschaftlich wunderschön, allerdings sind die Wege entweder totale Rüttelpisten oder der Untergrund ist so sandig, dass man mit dem bepackten Fahrrad einsinkt und schieben muss.




Landschaftlich ist es aber wirklich großartig hier und die lettische Küste finde ich deutlich reizvoller als die estnische. Daher sind die schlechten Wege verschmerzbar, da man eigentlich immer mit schöner Natur belohnt wird.
Heute bin ich lediglich 80 Kilometer bis Riga gefahren, da ich mir einerseits die Zeit nehmen wollte die Stadt in Ruhe zu besichtigen und andererseits musste ich noch Wäsche waschen.







Schöne Fotos und wieder toll deinen Blog zu lesen! Viel Spaß auf deiner Tour! 🙂
LikeGefällt 1 Person
Coole Sache!
Freue mich für dich, mein Freund! Und auf die nächsten Berichte freue ich mich ebenso 🙂
Viel Spaß und pass auf dich auf!
LikeGefällt 1 Person
Lieber Sebastian, ich freue mich immer auf deine schönen Berichte und deine tollen Aufnahmen. Wünsche dir eine wunderschöne Zeit und gute Erholung. Mama
LikeGefällt 1 Person
Wieder schöne Fotos. Echt tolle Gegend! Schreib schön weiter und lass noch etwas stehen! 😉
Weiterhin ganz viel Spaß!
LikeLike