Am vergangenen Donnerstag bin ich zu meiner nächsten kleinen Radtour aufgebrochen. Dieses Mal geht es zwei Wochen lang rund um die Insel Sardinien. Zum ersten Mal nutze ich im Rahmen einer Radreise das Flugzeug, was teilweise mit einigen Komplikationen einhergeht. Nachdem ich mir am Flughafen Frankfurt einen Fahrradkarton besorgt hatte, konnte es nun losgehen.

Mit Umstieg in Mailand und einem recht langen Aufenthalt auf dem dortigen Flughafen war ich schlussendlich um halb drei Uhr nachts im Hotel in Cagliari. Da ich erstmal ausschlafen und in Ruhe mein Fahrrad wieder herrichten wollte, bin ich den nächsten Tag noch in Cagliari geblieben und habe den Nachmittag dazu genutzt, mir die Stadt anzuschauen. Das Wetter war angenehm sonnig und mild. Die Stadt und ihre Umgebung ist sehr abwechslungsreich, da es eine hübsche Altstadt einerseits als auch einen kilometerlangen Sandstrand sowie ein Naturschutzgebiet voller Salzseen andererseits gibt.






Nachdem ich den ersten Tag also lediglich eine Tour durch die Stadt und die nähere Umgebung gemacht und die Nacht wieder im gleichen Hotel verbracht hatte, ging es dann gestern mit der eigentlichen Rundreise um die Insel los. Rund um Cagliari ist das Fahrradfahren etwas stressig, da die Landstraßen dort autobahnähnliche Schnellstraßen sind, aber nach etwa 30 Kilometern wurde es deutlich ruhiger. Zunächst kamen viele flache Salzwasserseen, bevor es über sehr ruhige kleine Wege etwas durchs Inland ging. Ich war überrascht wie grün die Gegend hier ist.




Einige Zeit später erreichte ich wieder das Meer, wo es eine recht bergige aber dafür wunderschöne Küstenstraße gab.



Leider haben Campingplätze auf Sardinien nur während der Saison geöffnet. Die meisten von Juni bis September, einige wenige öffnen ab April. Im März scheint campen hier unmöglich zu sein, so dass ich mir auf dieser Reise notgedrungenerweise den Luxus erlaube, in Bed & Breakfasts abzusteigen. So viel teurer als Campingplätze sind die auch nicht, zumal ja auch immer ein reichhaltiges Frühstück dabei ist.
Heute Morgen ging es bei zunächst regnerischem und stürmischen Wetter weiter im Uhrzeigersinn um die Insel.


Ab ungefähr 13 Uhr wurde es aber deutlich freundlicher und die Sonne ließ sich blicken. Zu der Zeit fuhr ich gerade wieder an einer Küstenstraße entlang und konnte den Blick aufs Meer genießen.




Die letzten 20 Kilometer des Tages ging es dann durch sehr bergiges Gelände, wo man sich langsam die Serpentinenstraßen hocharbeiten musste. Gegen Ende des heutigen Radlertages erreichte ich dann Buggerru, wo ich heute übernachte.

