Bacharach

Nachdem der Abend in Straßburg recht verregnet war, ging es am nächsten Morgen bei angenehmem Wetter weiter durchs Elsass. Ich war zwar offiziell in Frankreich, aber kulturell ist es eher deutsch. Das gilt sowohl für die Ortsnamen als auch für die Orte selbst. Optisch haben die Städte wenig mit dem Rest Frankreichs gemeinsam. Die meiste Zeit ging es mitten durch die Natur oder durch kleinere Ortschaften. 

Nach einiger Zeit erreichte ich deutschen Boden und nahm die Rheinfähre, um nach Karlsruhe zu gelangen. Dort war ich mit meinem alten Studienkollegen Frank verabredet.

Am Abend gab es am Karlsruher Schloss eine Illuminationsveranstaltung, wo das Gebäude mit diversen Videoanimationen angestrahlt wurde. Zunächst waren wir noch bei Tageslicht dort, bevor wir gemütlich etwas gegessen haben.

Danach sind wir dann wieder zurückgefahren und haben uns die Show angesehen. Es gab drei Präsentationen von unterschiedlichen Künstlern. Am besten war die letzte.

Leider fing es irgendwann an zu regnen, so dass wir in eine nahegelegene Kneipe gefahren sind, wo wir den Abend bei diversen Bieren zu Ende gebracht haben.

Der nächste Tag begann kühl und regnerisch, gegen Mittag wurde es aber angenehm warm und teilweise ließ sich sogar die Sonne blicken. 

Nach einiger Zeit kam ich durch Speyer, wo es mir so gut gefallen hat, dass ich dort mehrere Stunden verbracht habe. Die Stadt ist hauptsächlich für ihren Dom bekannt, aber es gibt dort viele schöne Ecken und ich fand die Stadt unglaublich schön und sympathisch. 

Heute Morgen bin ich als erstes durch Worms gefahren, wo es auch einen Dom gibt. Leider wird der gerade renoviert, so dass nicht allzu viel zu sehen war.

Anschließend ging es weiter am Rhein entlang nach Mainz. Auch hier habe ich mir die Innenstadt angeschaut. Es war sehr belebt und für meinen Geschmack etwas zu voll, aber es war nunmal Samstag Nachmittag bei schönem Wetter. 

Hinter der Stadt wurde es wieder recht ruhig und idyllisch. Bei Bingen beginnt das obere Mittelrheintal, das auch Weltkulturerbe ist. Der Rhein windet sich hier durch eine wunderschöne Berglandschaft mit vielen Burgen, Weinbergen und hübschen Kleinstädten.

Würde ich meine Reise wie geplant weiterführen, wäre ich spätestens nächste Woche zu Hause. Da es aber gerade mal Mitte August ist und wir zumindest kalendarisch immer noch Hochsommer haben, werde ich meine Tour um ein paar Wochen verlängern. Statt wie bislang geplant den Rhein in Köln zu verlassen, werde ich bis zur Mündung bei Rotterdam fahren. Danach geht es immer entlang der Nordseeküste (mit einem Abstecher nach Amsterdam) bis kurz vor Sankt Peter Ording. Über Flensburg und die dänischen Inseln werde ich dann Kopenhagen besuchen, um anschließend nach Malmö in Schweden zu fahren. Danach werde ich die Fähre nach Usedom nehmen und nahezu die gesamte deutsche Ostseeküste bis Travemünde erkunden. Von dort geht es dann über Lübeck und Lüneburg nach Hause. Somit habe ich mit den Niederlanden, Dänemark und Schweden noch drei zusätzliche Länder zu erkunden. Die Fähre nach Usedom kommt in Swinemünde an, so dass ich sogar in Polen sein werde, allerdings liegt der Ort direkt an der deutschen Grenze, so dass ich kaum etwas von dem Land sehen werde. Ich freue mich riesig auf das Kommende! 

Ein Gedanke zu “Bacharach

  1. Netter bericht und super bilder.
    wieso schreibst du manchmal im plural ? hab ich was verpasst wer mitgekommen ist ?
    Weiterhin gute fahrt .

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