Da Sivry direkt an der belgisch-französischen Grenze liegt, war ich relativ schnell in Frankreich. Auch hier waren die Wege weitestgehend sehr gut. Der einzige Wehmutstropfen war, dass viele Waldwege durch den Regen der vergangenen Tage sehr matschig und voller Pfützen waren. Teilweise war es nervig, aber im großen und ganzen waren es sehr schöne Stecken.
In dieser Gegend Frankreichs gibt es keine größeren Städte und dementsprechend ging es viel durch pure Natur. Zunächst entlang des Flusses Oise, später an diversen Kanälen entlang.
Dies zog sich über anderhalb Tage so hin, bis ich schließlich den diversen Wasserwegen den Rücken zugekehrt habe und es in der Gegend um Senlis durch ein großes Naturschutzgebiet ging. Hier bin ich dann lange Zeit nur durch einsame Wälder gefahren. Häufig waren Rehe zu sehen, nur leider waren die so scheu, dass es unmöglich war sie zu photographieren.
Zwischendurch kamen einige mittelgroße Städte, die durchaus ordentlich aussahen. Kein Vergleich zu den teilweise gruseligen Orten in Belgien.
Da es nördlich von Paris keine Campingplätze gibt, bin ich gestern 155 Kilometer durchgefahren, um schlussendlich auf einem recht guten Platz ein wenig westlich vom Stadtzentrum im Bois de Boulogne anzukommen. Hier bin ich dann heute geblieben, um mir die Stadt etwas genauer anzuschauen. Vor zwei Jahren war ich zwar auch schon hier, hatte damals aber nicht die Zeit mir viel anzusehen. Obwohl ich den ganzen Tag hier verbracht habe, habe ich wahrscheinlich nur einen Bruchteil gesehen.
Die Stadt gefällt mir sehr gut, da es sehr lebendig zugeht. Teilweise ist der Verkehr sehr heftig und überall gibt es Wohnhäuser. In Venedig oder den Altstädten von Dubrovnik oder Split kam ich mir vor wie in riesigen Freiluftmuseen. Wunderschön und voller Touristen, aber wirkliche Bewohner gab es dort kaum. Paris ist da etwas anders. Teilweise sehr chaotisch, aber hinter jeder Ecke steckt etwas Interessantes.
Glücklicherweise gibt es auf dem Campingplatz hier auch einen Wasserschlauch, so dass ich mein Fahrrad wieder auf Vordermann bringen konnnte. Der Schlamm der letzten Tage hatte sich überall festgesetzt und gerade das Vorderrad lief nur noch sehr unrund. Inzwischen ist aber alles wieder so wie es sein sollte.











Wunderschöne Aufnahmen und tolle Eindrücke. Weiterhin viel Spaß und eine glückliche Weiterreise.
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