Von Dillingen ging es erstmal weiter nach Osten. An dem Tag ging es zwar immer in der Nähe der Donau entlang, den Fluss selbst habe ich aber nur gelegentlich gesehen. Meist ging es durch die bayrische Provinz. Es gab viel ländliche Idylle und schnuckelige Kleinstädte zu sehen.
Am nächsten Tag ging es dann hauptsächlich wieder am Fluss entlang. Am Ufer wurde es nach und nach felsiger.
Nach einigen Kilometern endete der Radweg vor einer steilen Felswand. Hier ging es nur noch mit dem Schiff weiter. Ich war hier am bayrischen Donaudurchbruch angekommen, was scheinbar ein bekanntes deutsches Naturschutzgebiet und beliebtes Reiseziel ist. Die Bootsfahrt ging vom Weltenburger Kloster nach Kelheim und war super. Über Lautsprecher wurde alles mögliche über die Felsen, den Fluss, das Naturschutzgebiet und Kelheim erklärt, was sehr informativ war. Mit dem Schiff fahre ich generell gerne. Die ganze Fahrt war ein einziges Highlight.
Anschließend ging es dann weiter nach Regensburg. Die Stadt hat einen riesigen mittelalterlichen Kern und hat mir so gut gefallen, dass ich eine ganze Weile ziellos umhergefahen bin und mich einfach nur umgeschaut habe.
Einziger Wermutstropfen war, dass es überall so eng war, dass man häufig nicht weit genug von den Gebäuden wegkam, um sie gänzlich aufs Bild zu bekommen. Aber man kann halt nicht alles haben.
Danach bin ich dann wieder durch ländliche Gebiete bis nach Deggendorf gefahren. Interessant fand ich, dass überall im Nirgendwo auf einmal riesige Burgen, Kirchen oder Schlösser auftauchten.
Gestern morgen habe ich beim Bäcker in Deggendorf zunächst gefrühstückt und mir ein bisschen den Ort angesehen. Es war auf jeden Fall schön mit einem Kaffee im Sonnenschein auf dem zentralen Stadtplatz zu sitzen.
Anschließend ging es bei bestem Wetter zunächst nach Passau, wo ich meinen Abschied aus Bayern dem Anlass entsprechend mit Schweinsbratl und Bratkartoffeln begangen habe. Auch Passau ist sehr schön, allerdings abseits der Donau auch sehr steil. Nach dem Mittagessen war mir dann nicht danach, die kleinen engen Gassen hochzufahren, so dass ich von der Innenstadt nicht allzu viel gesehen habe. Interessant war aber der Zusammenfluss von Donau und Inn. Die Flüsse haben unterschiedliche Farben und es dauerte einige Kilometer bis sich das Wasser vermischt hatte.
Kurze Zeit später war ich dann in Österreich. Wie nicht anders zu erwarten, ist es hier sehr bergig. Der Weg am Fluss war aber flach und perfekt ausgebaut.
Nach der Grenze lag 60 Kilometer kein einziger Ort auf dem Weg, wo ich mir etwas zu essen hätte besorgen können. Zu dem Campingplatz gehörte aber auch ein Restaurant, wo ich mir noch ein Kotelett mit Pommes bestellt habe.
Heute ging es dann auf perfekten Wegen weiter. Das Gelände wurde etwas offener und man kam häufiger durch Ortschaften. Fahrradfahren ist an der österreichischen Donau perfekt durchorganisiert und es hat sich eine ganze Tourismusbranche dafür entwickelt. Überall gibt es Cafés, Biergärten, Kiosks, Pensionen, etc., die sich auf Radfahrer spezialisiert haben. Gegen Nachmittag kam ich dann nach Grein, wo es einen sehr schönen Campingplatz gibt. Auch die Stadt selbst macht einen netten Eindruck, allerdings habe ich bis auf das Gesamtbild von der Donau aus noch nicht viel gesehen.
Das Wetter sah schon bedrohlich aus und es war auch Gewitter angesagt. Daher bin ich heute etwas früher als sonst zum Campingplatz. Das war auch die richtige Entscheidung, denn mittlerweile regnet es auch.
Inzwischen bin ich 5258 Kilometer gefahren und freue mich auf die kommende Kulturwoche. Mit Wien, Bratislava und Budapest stehen dann drei Hauptstädte auf dem Programm.











coole sache weiter so !! bin gespannt auf mehr berichte !! viel spass
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Hallo Sebastian,
…Deine Reiseberichte erfeuen und begeistern mich sehr! Beim Lesen fühlt man sich als würde man selber mitradeln…
Weiterhin viel Mut, Freude und Glück auf Deiner Reise!
Herzlichst Deine Oma
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