Dole

Vor vier Tagen musste ich schließlich Abschied von der Loire nehmen. Bei herrlichem Sonnenschein ging es noch ein paar Kilometer am Fluss entlang.

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Später kam dann zunächst mal wieder ein beschaulicher kleiner Kanal, von denen es Frankreich sehr viele zu geben scheint.

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Anschließend wurde es dann wieder sehr hügelig, was natürlich recht anstrengend ist, aber dafür hat man von oben immer wieder einen guten Ausblick auf das gesamte Umland. Die Gegend war recht menschenleer und man hat mehr Kühe als Leute gesehen. Abends kam ich dann in Palinges an einem sehr netten, kleinen Campingplatz an, der von einem Ehepaar und der Tochter geführt wird. Der Platz hat auch einen kleinen Gastronomiebereich und der Campingplatzbesitzer brauchte Freiwillige, um diverse Weine zu kosten um anschließend zu entscheiden, welchen Wein er zukünftig anbieten soll. Als stets hilfsbereiter Mensch habe ich mich natürlich bereit erklärt. Dabei waren noch ein Deutscher mit seiner taiwanischen Ehefrau und ein Neuseeländer, der auch mit dem Fahrrad unterwegs ist. Der Abend wurde dann sehr lustig. Später holte der Campingplatzbesitzer die Gitarre heraus und spielte bzw. sang französische Chansons.

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Im Preis für den Campingplatz war auch die Benutzung der Waschmaschine inbegriffen. Das habe ich auch ausgenutzt, allerdings stimmte etwas mit der Maschine nicht. Sie hat am Ende nicht geschleudert, so dass die Wäsche tropfnass war. Einen Trockner gab es dort nicht. Ich habe die Klamotten also in dem Zustand aufgehängt, aber über Nacht ist sie kein bisschen trockener geworden. Die Wäsche ist auch im Laufe des Vormittags nicht wesentlich trockener geworden und da es mir auf dem Platz ohnehin sehr gut gefallen hat, bin ich dann noch einen Tag dort geblieben.

Im Laufe des Tages ist mir dann wie aus dem Nichts die Zeltstange gebrochen. Es war zwar windig, aber in den letzten Wochen hat das Zelt weit Schlimmeres überstanden. Wahrscheinlich war es Materialermüdung. Glücklicherweise hatten die Platzbesitzer noch einige Stangen, die frühere Camper vergessen haben, übrig. Eine wirklich passende war leider nicht dabei, aber eine kann ich trotzdem nutzen. Sie ist ein wenig zu kurz, so dass mein Zelt nun etwas schief und instabil steht. Eine Dauerlösung ist das also nicht. Früher oder später werde ich mir ein neues Zelt besorgen müssen.
Am Abend habe ich dann auch auf dem Campingplatz gegessen. Es gab Perlhuhn in leckerer Sauce. Auch der Abend wurde mit netter Gesellschaft, Wein und Live-Musik sehr schön.

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Gestern ging es dann wieder weiter. Zunächst über recht hügelige Landstraßen durch einsame Gegenden, später dann wieder an einem Kanal entlang, wo man immer recht gut vorankommt. Später traf ich dann zum ersten Mal auf die Saône. Der Fluss war deutlich größer als erwartet. Gecampt habe ich dann auf dem Platz in Chalon-sur-Saône, direkt am Fluss. Die Stadt ist nicht spektakulär, aber doch irgendwie charmant.

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Heute wurde es wieder sehr schön. Es ging fast ausschließlich am Wasser entlang. Zunächst an den Flüssen Saône und Doubs entlang, später auch wieder an einem Kanal.
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Die Flüsse wirkten nicht ganz so ursprünglich wie die Loire, da die vielen Inseln und Sandbänke fehlten, aber trotzdem war es recht idyllisch. Die Ufer sind dicht bewachsen und das Wasser schimmert in allen möglichen Grün- und Blautönen.

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Der Höhepunkt war dann die Stadt Dole. Auch hier ist der Stadtkern sehr mittelalterlich mit einer großen Kathedrale im Zentrum. Ich habe zunächst eine Stadtrundfahrt gemacht und bin dann zum Campingplatz gefahren, der direkt am Ortsrand liegt.

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Inzwischen macht das Lager meines Vorderrads komische Geräusche. Letztes Jahr in Frankreich hatte ich genau das gleiche Problem mit dem Hinterrad. Im Fahrradladen lief die Reparatur damals aber schnell und günstig, so dass ich das recht locker sehe. Der nächste Fahrradladen ist 15 Kilometer entfernt und liegt fast direkt auf dem Weg. Also werde ich morgen Vormittag als erstes dorthin fahren, um das Lager tauschen oder reparieren zu lassen. Für die Zeit ist sowieso Regen angesagt, so dass es mir ganz recht ist in der Zeit das Fahrrad machen zu lassen.

Gefahren bin ich mittlerweile 4044 Kilometer.

3 Gedanken zu “Dole

  1. Wunderschöne Aufnahmen, Berichte und unglaubliche 4044 km. Ich bin sehr stolz auf dich mein Sohn. Weiterhin gute Fahrt.

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  2. Bastian, Sind zurück vom schönen Burgund und die Klettertour nach Cluny war nochmals ein Highlight. Dole ist eine unserer Lieblingsstädte….tolle Aufnahmen, tolle Reise …..!!!!!!

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  3. Moin!

    Klingt ja sehr spassig und ich kann es voll nachvollziehen das du 2 Tage bei dem netten Campingplatzbesitzer geblieben bist.
    Ich hoffe du kriegst dein Fahrrad da heile durch, aber bisher sinds ja nur kleinere Problemchen.

    Bin schon echt gespannt ob wir es vom Timing hinkriegen dich im August irgendwo in Kroatien oder der Ecke zu treffen 😉

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