Vor vier Tagen ging es von Tours aus weiter an der Loire entlang. Die Gegend hat kulturell und historisch viel zu bieten. Nahezu jeder Ort sieht aus wie vor Jahrhunderten. Überall gibt es alte Schlösser, Burgen, prunkvolle Kirchen und andere hübsche Gebäude zu sehen. Besonders schön fand ich Amboise und Blois.
Zwischen den Orten hatte man dann immer entweder die Loire an seiner Seite oder es ging an Blumenfeldern entlang.
Am Nachmittag kam ich dann nach Orléans. Die Kathedrale war schon von Weitem zu sehen, da es sonst keine hohen Gebäude in der Stadt gibt. Orléans war anders als die Städte, die ich auf dieser Reise in Frankreich gesehen habe, und am ehesten mit Paris vergleichbar. Im Zentrum gibt es einige breite und lange Boulevards, die wie mit dem Lineal gezogen sind. Die Häuser an der Seite stehen wie Soldaten Spalier. Alle gleich groß, gleich hoch und in dem selben Weißton. Am Ende jeder Blickachse ist dann eine Sehenswürdigkeit, wie die Kathedrale oder die Reiterstatue von Johanna von Orléans.
Nachdem ich mir die Stadt ein wenig angeschaut habe, bin ich dann zum Campingplatz. Leider hatte der zu und dies war auch der einzige in der Stadt. Blöderweise waren auch alle Akkus alle, so dass ich nicht mal schauen konnte, wo der nächste Platz war. Ich bin dann mit einem Einheimischen ins Gespräch gekommen, der mir erzählte, dass ein paar Kilometer weiter ein Stellplatz für Wohnmobile ist, der auch offen hat und wo man sicherlich auch notfalls ein Zelt aufstellen konnte. Da er mit dem Fahrrad unterwegs war und sowieso in die Richtung musste, hat er mich direkt hingeführt. Der Platz arbeitet ohne Personal, man muss lediglich Geld einwerfen, damit sich die Schranke öffnet. Mit dem Fahrrad bin ich natürlich problemlos so hineingekommen und habe letztendlich umsonst gecampt. Meine Nachbarn waren ein sehr nettes französisches Ehepaar, das mir eine Verlängerungsschnur gegeben hat und mich ihren Strom benutzen ließ. Eigentlich perfekt, allerdings gab es dort keine Dusche.
Eigentlich hätte ich gerne einen Ruhetag in der Stadt gemacht, aber auf dem Platz wollte ich nicht bleiben. Also habe ich am nächsten Morgen noch eine kleine Stadtrundfahrt gemacht und mir die Kathedrale auch von innen angeschaut. Dann fing es zunächst an zu nieseln, was dazu führte, dass meine Kameralinse durch die Feuchtigkeit beschlagen war und die Photos, die ich von der Seite der Kathedrale gemacht habe, nichts geworden sind. Leider habe ich das erst später bemerkt.
Die Gegend hinter Orléans war auch voller schöner Orte, allerdings fing es zunächst sehr heftig an zu regnen. Später wurde es aber besser.
Ich bin dann den meisten Teil des Tages an der Loire bzw. einem kleinen Seitenkanal weitergefahren bis ich in Briare einen netten Campingplatz gefunden habe. Dort habe ich gestern dann einen Ruhetag eingelegt und außer den gelegentlichen Alltagspflichten wie Wäsche waschen und Fahrrad pflegen nicht viel gemacht.
Heute ging es erholt wieder weiter. Das Wetter war perfekt, die Wege waren gut und die Kilometer vergingen wie im Flug. Die Gegend hier ist spärlich besiedelt und bis auf ein paar Dörfer hat man keine Siedlungen gesehen. Meistens ging es über Felder und an kleinen Kanälen entlang.
Der Tag verlief so gut, dass ich heute mit 155 Kilometern meinen Tageshöchstwert dieser Reise erreicht habe.








Junge Junge… was du alles mit dem Fahrrad fährst. 155km wollt ich nichtmal im Bus jeden Tag fahren 😉
Auch wenn du es nicht glaubst, Hannover hat tatsächlich den Klassenerhalt geschafft 🙂 Also nicht vergessen bis 5. Juli deine Dauerkarte zu verlängern!
Weiterhin Gute Fahrt und bis bald dann! Oder spätestens bis zum ersten Spieltag!
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