Bad Muskau

Letzten Donnerstag bin ich zu meiner nächsten kleinen Radtour aufgebrochen. Dieses Mal ging es zunächst mit dem Zug nach Dresden. Da ich erst kurz vor 21 Uhr in der Stadt angekommen bin, habe ich mir nichts weiter angeschaut und bin direkt zum Campingplatz gefahren. Die eigentliche Radtour begann also am nächsten Morgen. Dresden selbst habe ich nur am Rande besichtigt, da ich vor zwei Jahren bereits zwei Tage hier war als ich den Elberadweg gefahren war. Daher war ich nur kurz auf der Nordseite der Elbe, wo ich letztes Mal nicht vorbeigekommen war, da eigentlich fast alle Sehenswürdigkeiten südlich des Flusses stehen. Unter anderem kam ich am Goldenen Reiter vorbei, der als ein Wahrzeichen Dresdens gilt.

Von den Elbbrücken aus hat man einen schönen Ausblick auf die Altstadt. 

Zunächst bin ich der Elbe noch etwa 20 Kilometer ostwärts gefolgt bevor es durch eine sehr hügelige Region ging. Hier treffen das östliche Erzgebirge und die Sächsische Schweiz aufeinander. 

Der nächste Morgen begann ziemlich frisch, aber sonnig. Bei leicht diesigem Ausblick sahen die bewaldeten Hügel teilweise richtig idyllisch aus.

In dieser Gegend haben auch viele Häuser ihren eigenen Stil, den man sonst in Deutschland eher selten sieht. Meistens ist es eine Mischform aus Stein und Holz.

Nach einiger Zeit hatte ich den südöstlichsten Zipfel Sachsens erreicht. Hier treffen Deutschland, Tschechien und Polen aufeinander. Zusätzlich beginnt hier der Oder-Neiße-Radweg. Im Juni bin ich ja bereits die nördliche Hälfte dieses Radwegs gefahren, nun fahre ich die südliche. 

Nur wenige Kilometer später kam dann Zittau, wo es leckeren Schweinebraten mit Bratkartoffeln zum Mittag gab. Leider wurde das Wetter ab hier ziemlich bewölkt und regnerisch. 

Anschließend bin ich die meiste Zeit direkt an der Neiße entlanggefahren. Lange Zeit fährt man nur durch dichte Wälder. Alles wirkt sehr naturbelassen. Zwischendurch war ich relativ überrascht mitten um Nirgendwo vor einem wunderschönen Kloster zu stehen. 

Am späten Nachmittag kam ich dann im strömendem Regen nach Görlitz. Die Stadt war ein echtes Highlight und hat mir sehr gut gefallen. Die Altstadt ist recht groß und bestens gepflegt. Nur der Regen störte etwas.

In der Nähe von Görlitz habe ich dann auch übernachtet. 

Der heutige Tag war dann eher von Natur geprägt. Es lagen so gut wie keine Städte auf dem Weg, so dass ich die meiste Zeit durch einsame Wälder und über entlegene Landstraßen gefahren bin. Der ständige Nieselregen und die damit verbundene trübe Sicht störte etwas, aber im Großen und Ganzen war es ein schöner Tag. Der Radweg ist super ausgebaut, so dass man trotz des Wetters gut fahren konnte. 

In Bad Muskau gibt es einen weitläufigen Park mit einem hübschen Schloss, der sogar UNESCO-Weltkulturerbe ist. 

Von hier aus bin ich dann noch einen Schlenker zum Rakotzsee gefahren. Hier gibt es eine relativ bekannte Brücke, von der ich vorher bereits einiges gehört hatte. Die ganze Szenerie sieht ein bisschen aus wie im Märchen. 

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