Von Budapest aus ging es immer nach Süden durch die ungarische Provinz. Die Ortschaften bestanden meist aus langgezogenen Straßen mit Einfamilienhäusern. Relativ häufig gab es kleine Bistros, wo man gemütlich draußen sitzen und günstig essen und trinken konnte. Außerhalb von Budapest scheint niemand Englisch oder Deutsch zu sprechen, so dass es mitunter schwierig war etwas zu bestellen oder einfach nur die Speisekarte zu verstehen. Glücklicherweise sind die Worte „Burger“, „Gyros“ und „Pizza“ auf ungarisch gleich. Dementsprechend habe ich während ich in Ungarn war exakt diese Sachen gegessen und das selbst morgens, da ich nun wirklich keine Ahnung hatte was „belegtes Brötchen“ oder „Frühstück“ heißt.
Die Wege waren teilweise sehr gut, teilweise aber auch recht holprig. Lange Zeit bin ich über einen Deich gefahren, wo entweder ein Trampelpfad vorhanden war oder wo man direkt auf dem Gras fahren musste. Glücklicherweise gab es aber überall pflichtbewusste Schafe und Ziegen, die das Gras ordnungsgemäß kurz hielten.
Südlich von Budapest gibt es nur noch wenige Campingplätze, aber immerhin habe ich noch einen gefunden. Ich war der einzige auf dem gesamten Platz und war begeistert einen gesamten Campingplatz an der Donau für mich allein zu haben.
Den nächsten Tag ging es durch ähnliche Gebiete, allerdings waren die Wege nun perfekt. Man konnte sehen, dass der Radweg neu gemacht wurde. Ich bin begeistert, dass die Europäische Union die Radwanderwege finanziell unterstützt. Am Abend habe ich dann ein kleines Schild mit Werbung für ein freies Zimmer gesehen und bin dann dort eingekehrt. Es war günstig und sehr gemütlich. Der Besitzer baut sämtliches Gemüse selbst an und hat diverse Tiere. Das Frühstück bestand dann zum größten Teil aus selbstproduzierten Lebensmitteln.
Den nächsten Tag ging es dann über die Grenze nach Serbien. Zum ersten Mal habe ich auf meiner Reise die EU verlassen und musste mich ausweisen. Es ging aber alles schnell und problemlos.
Ich bin auf dem Radweg bis Sombor gefahren und habe ihn dann erstmal verlassen. In Crvenka leben mein Cousin Vlado und meine Cousine Nataša, die ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen habe. Inzwischen sind sie verheiratet und haben Kinder.
Ich wurde sehr herzlich empfangen und ständig gab es etwas zu essen. Genau das Richtige, um wieder Kraft zu tanken. Hier habe ich zwei Ruhetage eingelegt, die ich sehr genossen habe. Ich war im Haus meines Cousins Vlado, seiner Frau Tanja und den fantastischen Töchtern Marija und Anđela (Angela).
Wir hatten sehr viel Spaß und ich habe mich hier sehr wohlgefühlt. Zwischendurch haben wir auch meine Cousine Nataša besucht, die ganz in der Nähe wohnt.
Gestern kamen noch diverse Freunde zu Besuch und es wurde ausgiebig gegrillt mit anschließendem Lagerfeuer und viel Bier. Es war ein herrlicher Abend!
Hier musste ich nun die Entscheidung treffen, ob ich nun westwärts Richtung Heimat fahre oder ob ich meine Reise verlängere. Da ich bislang die ganze Tour in vollen Zügen genossen habe, habe ich nun den Entschluss gefasst einen kleinen Umweg von 5000 Kilometern einzulegen und weiter bis zum Schwarzen Meer zu fahren. Anschließend geht es dann südwärts durch Bulgarien bis in die Türkei und dann langsam wieder Richtung Deutschland. Meine erweiterte Tour sieht nun also so aus.
Morgen fahre ich dann weiter an der Donau entlang und schaue mir Serbien genauer an.






Richtige Entscheidung, mein Freund! 🙂
Weiterhin pannenfreie Fahrt mit möglichst viel Rückenwind!
Gruß
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Hallo!
Sehr sympatisch!
Најлепше жеље са породицом 🙂
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Divno je videti te nakon toliko godina…Uživaj u svom putu…Puno poljubaca od mene i Sandre..:*
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We had a great time with you 🙂
We will miss you when you go, and we can’t wait for you to come back❤❤❤
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Sehr sympathischer Bericht!
Gib Gas da, damit du nicht zu viele Heimspiele verpasst…
Und immer ne Handbreit WD40 unterm Kiel!
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Aaaah schönes Ungarn. Also ich hatte am Balaton nie Probleme mit der Sprache. Wenn man ein paar Brocken Ungarisch lernen wollte ist das eher schwer gefallen, da alle immer in Deutsch geantwortet haben. 🙂
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Liebe Grüße auch nochmal von mir & Courtney (die letzten 4 Wochen ticken hier 🙂 ) Noch Gute Fahrt, ordentlich Druck auf den Reifen und offene Wege. Bin gespannt wie’s weitergeht.
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