Von Dole aus ging es weiter an der schönen Doubs entlang.
Im Laufe des Tages wurde es immer hügeliger, bis ich schließlich nur noch Berge um mich herum hatte. Der Weg am Fluss war aber größtenteils flach. Irgendwie war es merkwürdig durch Gebirge zu fahren ohne eine einzige nennenswerte Steigung meistern zu müssen. Die Berge sind dicht bewaldet, nur wo es selbst für Bäume zu steil wird, ragt der nackte Fels hervor.
Ich wollte das Kugellager meines Vorderrads austauschen lassen, aber in Frankreich haben Fahrradläden montags meist Ruhetag. Nachdem der erste Laden, den ich erreicht habe, geschlossen hatte, dachte ich mir, dass ich in einer größeren Stadt wie Besonçon mehr Glück haben würde. Kurz vor der Stadt war ein Laden, der aber erst um 14 Uhr aufgemacht hat. Da es erst 12:45 Uhr war und in der Stadt mehrere Läden waren, bin ich zunächst weitergefahren. Nachdem ich dann kreuz und quer durch Besonçon gefahren bin und vor vier geschlossenen Läden stand, habe ich schließlich eingesehen, dass Montage einfach keine guten Tage für Fahrradreparaturen in Frankreich sind. Ich bin dann also wieder zu dem ersten Laden kurz vor der Stadt zurückgefahren. Dort hatte ich dann aber endlich Erfolg und kann mich nun hochoffiziell Besitzer eines neuen Kugellagers nennen. Außerdem kenne ich jetzt wahrscheinlich jede Straße in Besonçon.
Am nächsten Tag ging es weiter durchs Jura-Gebirge bis ich das Elsass erreicht habe. Die Gegend wurde merklich flacher. Die Ortsnamen wurden plötzlich alle deutsch und auch die Häuser sahen anders aus als sonst in Frankreich. Es ging lange Zeit mal wieder an einem alten Kanal entlang, der gleichzeitig Naturschutzgebiet ist. Man konnte jede Menge Vögel und irgendwelche schwimmenden Nagetiere beobachten. Die Tiere hier sind scheinbar Menschen gewöhnt und überhaupt nicht scheu.
Schließlich ging es nach Mulhouse. Die Stadt hat einen sehr schönen Ortskern, so dass ich mir zunächst alles angeschaut habe bevor ich den nächsten Campingplatz angesteuert habe.
Gestern ging es dann die letzten Kilometer durch das Naturschutzgebiet bis ich am Rhein war. Hier endete nun mein Frankreichaufenthalt. Au revoir, la France. Es ging über eine Brücke und somit war ich kurzfristig wieder in Deutschland. Ich bin weiter am Rhein entlang und ein paar Hundert Meter weiter war ich schon in der Schweiz. Drei Länder bereist man sonst selten in fünf Minuten. Kurze Zeit später war ich in Basel. Vom Rhein aus sah die Stadt wirklich schön aus.
Ich bin ja auf dem Weg nach Düsseldorf bereits ein großes Stück am Fluss entlanggefahren, aber hier im Süden sieht er völlig anders aus. Das Wasser funkelt und die bewaldeten Hügel drumherum sorgen für ein herrliches Panorama. Hinter Basel ging es wieder nach Deutschland und immer auf der deutschen Seite des Flusses entlang.
Nach der langen Zeit in Frankreich kam es mir sehr merkwürdig vor, dass alle Leute, die man so gehört hat, wieder deutsch sprachen. Ich freue mich nun aber auch darauf mein eigenes Land besser kennenzulernen. Durch Süddeutschland bin ich eigentlich nur mit dem Auto durchgefahren und habe außer München, Freiburg und diversen Autobahnen nichts gesehen. Das wird sich nun ändern.








Willkommen „zurück“!
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Ich glaub, dass ist ne Nutria (Biberratte)!
http://de.wikipedia.org/wiki/Nutria
Hab ich mal gegoogelt, um schön klugschei….. zu können 🙂
Hab ich vorher auch noch nie wat von gehört.
Schön, daß Du wieder in der Heimat bist, naja auch wenn dazu noch mindestens 500 km fehlen!
Viel Spaß weiterhin!!!
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